11.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

"Schwandorfer Themenführungen" Raufbolde, Hexen und Henker

Der Flyer des Tourismusbüros mit den "Schwandorfer Themenführungen 2018" ist auf 14 Seiten angewachsen. Leiter Johannes Lohrer hat "Bewährtes, Aufgepepptes und Neues" hineingepackt und ein Angebot "für jede Alters- und Zielgruppe" zusammengestellt.

Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld, OB Andreas Feller und der Leiter des Tourismusbüros, Johannes Lohrer (von rechts), stellten den Flyer mit den Schwandorfer Themenführungen 2018 vor. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Die kulinarischen Stadtführungen bleiben der Renner", sagte der Leiter des Tourismusbüros bei der Programmvorstellung der "Schwandorfer Themenführungen 2018" im Rathaus. Er bietet den "Genuss für alle Sinne" gleich 15 Mal an. Für 39 Euro bekommen die Teilnehmer ein Vier-Gänge-Menü in vier verschiedenen Restaurants, verbunden mit einem fünfstündigen "Verdauungsspaziergang" durch die Stadt.

"Tatort Schwandorf"

"Historisches und Kulinarisches rund um den Fisch" bietet eine Führung mit Schauspieleinlagen der Theaterbühne. Von Bierpanschern, Bierkiesern und Raufbolden erzählen die Gästeführer, wenn sie an die Geschichte der Schwandorfer Wirtshauskultur erinnern. Hinter dem Titel "Tatort Schwandorf - Henker, Gauner, Besenstiel" verbergen sich schaurige Geschichten aus längst vergangenen Tagen. Mit Schauspielern der Theaterbühne tauchen die Teilnehmer ein in das düstere Mittelalter und folgen den Spuren der Hexen und Henker.

Weiter im Angebot sind die Besichtigungen des Blasturms und der Kreuzbergkirche, naturkundliche Wanderungen durch das Weihergebiet und die Themenführungen "Verliebt in Schwandorf" sowie "Schwandorf bei Nacht". Erneut im Programm ist eine geführte Wanderung um den Weinberg unter dem Titel "Von Wein, Wasser und Erde". Über den Holzberg gelangen die Teilnehmer zum "Schwammerling" und genießen den Blick auf die Stadt.

Beichte als Mutprobe

"Die Beichte als Mutprobe - Reformation und Gegenreformation". Zu diesem Thema haben das Evangelische Bildungswerk und die katholische Pfarrgemeinde St. Jakob ein Projekt erarbeitet. Die Gästeführerinnen Christiane Rauch (evangelisch) und Irene Hey (katholisch) blenden in einer "ökumenischen Stadtführung" zurück ins 16. Jahrhundert, als Schwandorf protestantisch war.

Ab 1617 war die Stadt dann wieder katholisch. Damals sollten die Ratsherren bei einem katholischen Geistlichen beichten. Eine Mutprobe nach 70 Jahren Protestantismus. An den Schauplätzen "Jakobskirche" und "Erlöserkirche" gehen die Gästeführerinnen auch auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Glaubensrichtungen ein.

Angebot für Gehörlose

Zum Angebot gehören weiterhin Stadt- und Detektivführungen für die Kinder. "Aufpeppen" wollen die Veranstalter das Thema "Schwandorf bei Nacht". Im Mai erleben die Teilnehmer das Abschlussfeuerwerk zum Pfingstvolksfest mit und im Winter gewährt der "Logenplatz im Blasturm" einen Blick auf das adventliche Schwandorf. "Der Tourismus in Schwandorf wächst weiter", freut sich Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld.

An den 186 Führungen im vergangenen Jahr beteiligten sich 3600 Personen. Nicht mit eingerechnet die Teilnehmer an den 622 Felsenkellerführungen. Lehnfeld kündigt erstmals Stadtführungen für Gehörlose und schwerhörige Menschen in Zusammenarbeit mit der Gebärdensprachdolmetscherin Kathleen Entrich an. Anmeldungen nimmt das Tourismusbüro entgegen: Telefon 09431/45550, E-Mail tourismus[at]schwandorf[dot]de und www.schwandorf.de.

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