15.04.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Sicherungsverfahren gegen einen 56-Jährigen Mutter mit Flaschenhieben traktiert

Schwandorf/Amberg. Nach Abschluss ihrer Ermittlungen hat die Amberger Staatsanwaltschaft ein sogenanntes Sicherungsverfahren gegen einen 56-Jährigen aus dem südlichen Landkreis Schwandorf eingeleitet. Der Mann hatte im Spätsommer letzten Jahres seine Mutter mit heftigen Flaschenhieben traktiert.

von Autor HWOProfil

Am Morgen des 21. August 2017 war der damals 55-Jährige in der gemeinsamen Wohnung gegen seine 78 Jahre alte Mutter mit einem Messer und mit Glasflaschen vorgegangen. Der Vorfall ereignete sich gegen 8.30 Uhr, er machte die Einlieferung des malträtierten Opfers ins Krankenhaus notwendig. Allerdings erwiesen sich die Verletzungen der Rentnerin als nicht lebensbedrohlich.

Psychisch auffällig

Den Täter, früher in einer gehobenen Position arbeitend, nahmen Uniformierte am Tatort fest. Danach ermittelte die Amberger Kripo. Der heute 56-Jährige kam wegen psychischer Auffälligkeiten ins Regensburger Bezirkskrankenhaus (BKH). Dort ist er bis heute.

Die Staatsanwaltschaft ging zunächst von einem versuchten Tötungsverbrechen aus. Dann aber rückte sie davon ab und sah in der brutalen Vorgehensweise des Beschuldigten eine gefährliche Körperverletzung. Dieses Delikt wird nun im Juni bei einem sogenannten Sicherungsverfahren vor der Ersten Strafkammer des Amberger Landgerichts zur Debatte stehen.

Am Ende des Prozesses könnte eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Forensik angeordnet werden. Es besteht für die Richter allerdings auch die Möglichkeit, eine solche Entscheidung zur Bewährung auszusetzen. Die Frage wäre aber dann, wo der 56-Jährige sein künftiges Leben verbringt. Im Haus der Mutter kann das nach Lage der Dinge nicht mehr stattfinden.

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