Sternsinger
Mit Stern und Weihrauch

Die Sternsinger der zehn Schwandorfer Pfarreien zogen mit Dekan Hans Amann (rechts) über den Marktplatz zur Spitalkirche. Dort erwartete sie Oberbürgermeister Andreas Feller zu einem kleinen Empfang. Bild: Hirsch
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Schwandorf
05.01.2017
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Zum Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit" waren diese Woche die Sternsinger in den Pfarreien des Landkreises unterwegs. Die Aktion gilt als die größte Solidaritätsbekundung von Kindern für Kinder.

Schwandorf/Oberviechtach. (rhi/lg/mad) Bevor die Sternsinger in den Pfarreien des Landkreises von Haus zu Haus zogen, dort ihr Lied sangen und um eine Gabe baten, trafen sie sich zu den Aussendungsgottesdiensten in den jeweiligen Kirchen.

An der 59. Aktion des Kindermissionswerks im "Bund der Deutschen Katholischen Jugend" (BDKJ) beteiligen sich bundesweit 330 000 Sternsinger aus über 10 000 Pfarrgemeinden, darunter auch 200 aus den 10 Schwandorfer Pfarreien. Diese versammelten sich am Mittwoch zunächst in der Jakobskirche und zogen dann gemeinsam über den Marktplatz. Vor der Spitalkirche empfing sie Oberbürgermeister Andreas Feller und bedankte sich für die Teilnahme an der Spendenaktion zugunsten der vom Klimawandel bedrohten Menschen in Afrika. Im Vorjahr kamen 46 Millionen Euro zusammen, davon 20 000 Euro aus Schwandorf. Dekan Hans Amann bedankte sich bei den Mädchen und Jungen für "diese gelebte Solidarität mit den notleidenden Kindern in der Dritten Welt".

Im Stadtgebiet Oberviechtach und den umliegenden Dörfern besuchten 45 Ministranten in Dreiergruppen als Sternsinger die Haushalte und beschrifteten nach altem Brauch die Türen mit der Jahreszahl 2017 und den Initialen "C + M + B". Die Inschrift erinnert in volkstümlicher Vorstellung an die Heiligen Dreikönige Caspar, Melchior und Balthasar. Die religiöse Erklärung ist allerdings der häusliche Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus). "Es ist das größte Hilfsprojekt von Kindern für Kinder", erklärte Kaplan Martin Popp bei der Aussendung der Sternsinger, die dann gestern am Dreikönigstag um 10.30 Uhr in ihren farbenprächtigen Gewändern wieder feierlich in der Stadtpfarrkirche Oberviechtach eingeholt wurden.

"Überall auf der Welt gilt es, Frieden zu schaffen, die Ernährung zu sichern, Kinderarbeit zu reduzieren und ein menschenwürdiges Leben in einer sicheren Unterkunft und gesicherten Umwelt zu ermöglichen", sagte Pfarrer Markus Urban bei der Aussendung in Schwarzhofen. 20 Sternsinger in sechs Gruppen machten sich auf den Weg, nachdem sie das "Rüstzeug" mitbekommen hatten. Kreide und Weihrauch waren vorher vom Pfarrer gesegnet worden.

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