23.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Tennet lädt zu Informationsabend "Ort umzingelt von Masten"

Der Stromnetzbetreiber Tennet informiert die Anrainer des Umspannwerks über Baumaßnehmen in den kommenden Jahren. Von Anfang an liegt Spannung in der Luft. Dabei betont Referent Stefan Opel: "Es wird keine Verschlechterung der Situation."

Allen voran Reinhard Schirbel schilderte die Probleme und Unzufriedenheiten der Büchelkühner Bürger.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Allerdings gestand Opel bei dem Termin am Donnerstagabend im Konrad-Max-Kunz-Saal in der Oberpfalzhalle ein, dass es auch keine Verbesserungen in dem Maße geben wird, wie es sich die Anwohner wünschen. Das stieß bei den Büchelkühnern, die vor allem betroffen sind, auf Unverständnis. Der niederländische Stromnetzbetreiber mit Sitz in Arnheim plant im Zuge der Maßnahmen etwa sechs Maste abzubauen und zwei neu zu errichten. Vier Maste in der Nähe des Umspannwerkes sollen künftig entfallen.

Bürger haken nach

Eine Dame, die nach eigenen Aussagen, einen Mast nur 25 vor ihrem Haus stehen hat, schlug bei der Informationsveranstaltung vor, diesen ebenfalls zu verlegen. Auch Oberbürgermeister Andreas Feller pflichtete bei: "Kann man den Mast nicht etwas wegrutschen? Jetzt hat man die Möglichkeit." Doch so recht wollten die Tennet-Vertreter nicht auf den Vorschlag eingehen, was Reinhard Schirbel, der selbst nur 150 Meter von Umspannwerk entfernt wohnt, zum Nachfragen veranlasste: "Wird das aufgegriffen, um planerisch umzugestalten - auch wenn es Geld kostet? Immerhin müssen die Leute jahrzehntelang damit leben." Opel erläuterte, dass zwar die Leitungen neu gespannt, eben jener Mast aber nicht versetzt werden soll. Zudem müssten entstehende Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden. Auch Lärm und Strahlungen waren Themen am Donnerstagabend. Schirbel kritisierte: "Der ganze Ort ist umzingelt von Masten - aber keiner macht irgendetwas." Diejenigen, die in der Nähe einer solchen Umspannanlage leben, müssten immer mehr bluten. Bei der Frage, ob es sich um ein Wohn- oder ein Mischgebiet handle, hakten die Tennet-Verantwortlichen und Bürger bei Oberbürgermeister Feller nach. Der muste allerdings passen: "Ich kann das nicht auswendig sagen."

Fünf Bauabschnitte

Beim Vortrag erläuterte Opel die Maßnahme. Die 185 Kilometer lange Stromtrasse werde ausgebaut. "Schwandorf ist schon immer einer der wichtigsten Knotenpunkte und Bayern und wird es auch bleiben", erklärte der Referent. Der Umbau des Umspannwerks soll in fünf Bauabschnitten von 2018 bis 2022 erfolgen. 2023 wird der neue Ostbayernring in Betrieb genommen. Bis dahin müssen die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein. Dazu zählt etwa, dass die Schaltanlagen und Transformatoren innerhalb des Umspannwerks, das aus den 1970er Jahren stammt, versetzt werden müssen. Laut den Tennet-Verantwortlichen soll das neue Umspannwerk deutlich leiser sein, da die Transformatoren weiter von der Wohnbebauung abrücken und künftig mit einer Schallschutzeinhausung versehen werden.

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