07.02.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Unfall bei Wolfringmühle: Staatsanwalt geht in die zweite Instanz Berufung nach Alkotest-Panne

Amberg/Schwandorf. Die Staatsanwaltschaft ist in Berufung gegangen. Sie will das Urteil gegen einen 47-Jährigen nicht akzeptieren, der vor wenigen Tagen (wir berichteten) vor einem Schwandorfer Amtsrichter versichert hatte, er sei keineswegs betrunken gewesen, als er im Januar letzten Jahres auf einer Staatsstraße bei Wolfringmühle (Gemeinde Fensterbach) mit seinem Auto einen vorausfahrenden Traktor gerammt hatte. Der 47-Jährige hatte dem Richter geschildert, dass er über den fraglichen Tag hinweg drei halbe Liter Bier zu sich nahm. Das glaubte ihm der Vorsitzende.

von Autor HOUProfil

Die Staatsanwaltschaft hatte sich auf einen polizeilichen Alkomatentest berufen, der knapp 1,3 Promille anzeigte. Doch dieses Gerät sei nicht geeicht gewesen, bemängelte der Richter. Eine anschließende Blutentnahme bei dem Mann war zwar eingetütet und versandt worden. Sie verschwand aber aus unerklärlichem Grund auf dem Transportweg.

Als Unfallverursacher hatte der im Kreis Amberg-Sulzbach wohnende Mann 800 Euro Geldstrafe erhalten. Welcher Alkoholwert dabei eine Rolle spielte, ließ sich nach Auffassung des Richters nicht ermitteln. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Straßenverkehrsgefährdung, begangen unter erheblichem Alkohol, 3000 Euro Geldstrafe und weitere drei Monate Führerscheinentzug gefordert. Sein ihm im Januar 2016 abgenommener Führerschein war dem Arbeiter im Gegensatz dazu noch im Sitzungssaal zurückgegeben worden. Nun muss das Landgericht Amberg den Fall neu aufrollen.

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