Wanderausstellung an der Berufsschule befasst sich mit Muslimen in Deutschland
Für friedliches Miteinander

Lehrer Günter Kohl, Referentin Jutta Spoden (von rechts) und Lehrer Klaus Kessler (Dritter von links) und die Peer-Guides der Beruflichen Oberschule in Schwandorf betreuen die Ausstellung "Was glaubst du denn? - Muslime in Deutschland". Bild: Hirsch
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Schwandorf
10.07.2017
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In den vergangenen vier Jahren haben 50 000 Menschen die Wanderausstellung "Was glaubst du denn? - Muslime in Deutschland" besucht. Das Berufsschulzentrum Oskar von Miller ist der 39. Standort der Präsentation, mit der die Bundeszentrale für politische Bildung zu gegenseitiger Achtung und Toleranz aufruft.

"Unsere Schule setzt sich für ein friedliches Miteinander der verschiedenen Kulturen ein", betonte Oberstudiendirektor Ralf Bormann bei der Ausstellungseröffnung am Montag. Toleranz bedeutet für den stellvertretenden Landrat Jakob Scharf nicht, den eigenen Standpunkt aufzugeben, sondern die Meinung des anderen zu respektieren.

Projektbetreuerin Jutta Spoden von der Bundeszentrale für politische Bildung will mit der Ausstellung aufzeigen, "dass den Menschen mehr prägt als nur die Religion". Die Bilder und Filme zeigen Muslime im Alltag und fragen nach deren Identität. "Wir wollen das häufig negative Bild über die 4,5 Millionen Muslime in Deutschland zurechtrücken und gegensteuern", nennt Jutta Spoden die Intention.

"Tatort Schwandorf" nannte die Theatergruppe der Beruflichen Oberschule ihr Szenenspiel, mit dem sie an den Brandanschlag am 17. Dezember 1988 auf das "Habermeierhaus" erinnerte, nach den Ursachen fragten und schließlich feststellte: "Wir wehren uns gegen das Gegeneinander". 25 Schüler haben sich im Vorfeld zu "Peer-Guides" ausbilden lassen bieten täglich Führungen durch die Ausstellung an. Zielgruppen sind Schulklassen ab der 5. Jahrgangsstufe und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Ansprechpartner sind die Lehrkräfte Günter Kohl und Klaus Kessler.
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