07.12.2017 - 14:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Weniger Jugendliche wollen sozialen Beruf ergreifen BRK-Kreisverband spürt Mangel

Jetzt machen sich auch beim Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes erste Anzeichen auf Fachkräftemangel bemerkbar. "Immer weniger junge Menschen wollen einen sozialen Beruf ergreifen", stellte Kreisgeschäftsführer Otto-Josef Langenhan bei der Vorstellung der neuen Auszubildenden im Rotkreuz-Haus fest.

Kreisgeschäftsführer Otto-Josef Langenhan (rechts) und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle hießen die neuen Auszubildenden des BRK-Kreisverbandes willkommen. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Den 20 Neulingen, die sich für eine Ausbildung zum Notfallsanitäter, zur Altenpflegerin, zur Erzieherin und zur Bürokauffrau entschlossen haben, zollte der Geschäftsführer größten Respekt. "Sie haben sich einen Beruf ausgesucht, der Sie sehr stark fordern wird", gab Otto-Josef Langenhan den jungen Leuten zu verstehen. Er bereitete sie auf den Umgang mit "alten, kranken, einsamen und verletzten Menschen", aber auch mit "einer aufmüpfigen, lauten und fordernden Horde von Kindern" vor.

Der BRK-Kreisverband werde "die Anstrengungen zur Gewinnung von Fachkräften" verstärken, kündigte der Vorgesetzte von über 500 Mitarbeitern an. Der Vorstand habe in seiner zurückliegenden Sitzung beschlossen, für die Fachkräftegewinnung im kommenden Jahr einen eigenen Fachbereich aufzubauen und zu besetzen.

Otto-Josef Langenhan gab zu verstehen: "Wir benötigen Fachkräfte in allen Einrichtungen". Der BRK-Kreisverband sei ein attraktiver Arbeitgeber und auch Quereinsteigern oder bei der Rückkehr ins Berufsleben behilflich.

Der Kreisverband bildet derzeit 38 Lehrlinge aus. 20 von ihnen sind neu. Christoph Bockes, Arthur Fritz, Sabrina Geigenfeind, Tanja Petraschka, Christian Prechtl, Tobias Singerer und Maximilian Turban lassen sich zum Notfallsanitäter im Rettungsdienst ausbilden. Anja-Anna Hebauer, Damaris Schlöffel, Mona Siegler, Kathrin Hüttl, Linda Schuhbauer, Theresa Krammer, Annalena Obermeier und Sonja Lämmler wollen Erziehrinnen werden. Eine Ausbildung in der Altenpflege durchlaufen Christin Parno, Julian Rupp, Alexandra Aschenbrenner und Lena Schmid. Eine Lehre zur Kauffrau für Büromanagement macht Esra Kelleciouglu.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp