01.02.2018 - 18:00 Uhr
Schwandorf

Akademie Ostbayern-Böhmen veranstaltet Symposium "Energiewende - Entwicklung in Ostbayern" Power aus der Biotonne

"Wir wollen zeigen, welch spannende Forschung hier in der Region betrieben wird", sagt Charlotte von Schelling, Pressereferentin der Akademie Ostbayern-Böhmen, über das Auftaktsymposium zum Themenjahr 2018: "Energiewende - Entwicklung in Ostbayern". Der Verein mit knapp 200 Mitgliedern - etwa zur Hälfte Privatpersonen und Institutionen wie Bezirke, Kommunen oder Hochschulen - will einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass am Standort Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken auf hohem Niveau bei so wichtigen Themen geforscht werde.

Aus den Bio-Tonnen mit Obst-, Gemüse- und anderen Lebensmittelabfällen will die Bayreuther Professorin Ruth Freitag Power für die Energieversorgung beziehen. Bild: Christian Charisius/dpa
von Jürgen Herda Kontakt Profil

"Wir hoffen auf ein breit gefächertes Publikum", benennt sie die Zielgruppe, "vor allem auch auf junge Leute vor dem Karriereeinstieg, die sehen, dass sie nicht an die großen Forschungszentren in München oder ins Ausland gehen müssen, um an diesem spannenden Zukunftsthema mitzuwirken."

Ein zweites Symposium in Pilsen werde dann den Fokus auf die energiepolitischen Aspekte legen, die für das Nachbarland Tschechien von besonderer Bedeutung sind. "Hier geht es erst einmal darum, Berührungspunkte von Forschung und regionalen Unternehmen herauszuarbeiten." Mit eingebunden in die Organisation des Symposiums sind Partnerinstitutionen wie Universität und OTH Regensburg oder die Bayernwerk AG. "Eine der ansprechendsten Themen kommt von unserer neuen Partner-Uni Bayreuth", freut sich von Schelling auf Professor Ruth Freitags vielversprechenden Vortrag "Power aus der Biotonne".

Blick nach Böhmen

Der 2009 mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie gegründete Verein versucht seit vergangenem Jahr sein Spektrum unter dem neuen Namen "Akademie Ostbayern-Böhmen" zu erweitern: "Wir versuchen, Akteure aus Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft und Kultur zusammen zu bringen", erklärt die Kunsthistorikerin an der Universität Regensburg.

Ziel der "innovativen Bildungseinrichtung", wie Vorsitzender Josef Schönhammer den Verein charakterisiert, ist der Ausbau der Mitgliederbasis: "Die Institutionen nutzen uns als Plattform, um ihren Wirkungskreis zu vergrößern", nennt von Schelling als Zweck die Vernetzung von Vereinen wie dem CeBB in Schönsee, dem Geschichtspark Bärnau, dem Geozentrum Windischeschenbach, dem Bezirk Oberpfalz, Stadt und Landkreis Schwandorf oder Neunburg vorm Wald als Sitz der Akademie.

Der Blick über die Grenze ist dabei erklärtes Ziel: "Die Westböhmische Universität Pilsen ist Mitglied bei uns", freut sich von Schelling, "und wir forcieren das Projekt ,Junge Akademie', eine Verzahnung mit Schulen aus Tschechien."

Wir hoffen vor allem auch auf junge Leute, die sehen, dass sie nicht an die großen Forschungszentren in München oder ins Ausland gehen müssen.Charlotte von Schelling

Programm

Symposium "Energiewende", am 3. Februar, 10 bis 15 Uhr in der Schwandorfer Kebbelvilla.

  • "Energiewende in unserer Region", Josef Hochhuber , Bayerisches Wirtschaftsministerium
  • "Das EEG - ökologische und naturschutzfachliche Auswirkungen seiner Umsetzung", Prof. Peter Poschlod , Uni Regensburg
  • "Die Rolle der Landwirtschaft bei der Energiewende", Jakob Opperer , Präsident Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • "Innovationen in Wissenschaft und Technik. Die Technik der Energiespeicherung", Prof. Michael Sterner , OTH Regensburg
  • "Power aus der Biotonne: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Idee", Prof. Ruth Freitag , Uni Bayreuth
  • "Bedeutung der Energiewende für Netzbetreiber und Kunden", Reimund Gotzel , Vorstandsvorsitzender Bayernwerk AG (jrh)
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.