28.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Arbeitslosigkeit steigt im Februar minimal Fachkräfte weiter händeringend gesucht

(ch/exb) Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar zwar leicht gestiegen, gegenüber dem Vorjahr zeigt sich aber ein beachtlicher Rückgang. Nach den Zahlen der Agentur für Arbeit vom Mittwoch waren im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf (Landkreis ohne Raum Oberviechtach) 2320 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 20 mehr als im Januar, aber 470 oder 16,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bezirk blieb unverändert bei 3,0 Prozent und damit sowohl unter dem bayerischen Wert (3,4 Prozent) als auch unter dem Oberpfälzer Schnitt von 3,3 Prozent.

"Die gute Konjunktur trotzte dem kalten Februar." Zitat: Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit Schwandorf
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Im Februar des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 3,7 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats habe der Schwandorfer Vermittlungs-Service rund 880 neue Arbeitslosmeldungen entgegengenommen, heißt es in einer Mitteilung der Agentur. Das waren im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres rund 160 Personen weniger. "Die gute Konjunktur trotzte dem kalten Februar", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Markus Nitsch.

Die Arbeitslosigkeit sei nur in sehr geringem Umfang gestiegen und habe im Februar den voraussichtlichen Jahreshöchststand erreicht. Die günstige Entwicklung habe die unterschiedlichsten Gründe. Die positive Arbeitsmarktlage und die gute konjunkturelle Situation spiegeln sich in der weiterhin hohen Nachfrage nach Arbeitskräften und der steigenden Beschäftigtenzahlen wider.

Auch Helfer gesucht

Betriebe, die besonders von witterungsbedingten Einflüssen betroffen sind, haben die Möglichkeit, sich bei der Agentur für Arbeit zum saisonalen Kurzarbeitergeld zu informieren und durch die Gewährung von Saison-Kurzarbeitergeld Entlassungen zu vermeiden. Dies werde aktuell von vielen betroffenen Betrieben auch genutzt. Beide Faktoren bewirkten, dass weniger Menschen aus der Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit gegangen seien und die Zahl derer, die wieder eine Beschäftigung aufnehmen konnten, stabil geblieben sei, so Nitsch. Branchenübergreifend werden Fachkräfte und Helfer gesucht. In der metallverarbeitenden Industrie, der kunststoffverarbeitenden Industrie, in der Elektro- und Elektronikbranche, im Kfz-Handwerk, im Friseurhandwerk, der Logistik, der Gebäudetechnik (unter anderem Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik), der Holzverarbeitung sowie im Sozial- und Gesundheitswesen besteht eine besonders hohe Nachfrage.

900 neue Stellen

Die adäquate Besetzung der Stellen mit qualifiziertem Personal stellt dabei weiterhin eine Herausforderung für die Vermittlungsfachkräfte der Agentur für Arbeit dar. Die Kräftenachfrage zog insgesamt weiter an. Betriebe und Unternehmen meldeten seit Jahresbeginn rund 900 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung, rund hundert Angebote oder 11,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Die gute Konjunktur trotzte dem kalten Februar.Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit Schwandorf
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