29.03.2018 - 14:36 Uhr
Schwandorf

Arbeitsmarkt: Zahlen im März deutlich unter Vorjahreswerten Weiterbildungs-Chancen nutzen

(ch/exb) Die Frühjahrsbelebung hat die ohnehin günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt nochmals verbessert. Das teilte die Agentur für Arbeit mit. Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf (Landkreis ohne Bereich Oberviechtach) ging die Arbeitslosigkeit von Februar auf März merklich zurück, und zwar um rund 250 Personen oder 10,7 Prozent.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Mitte März waren demnach im Geschäftsstellenbezirk Schwandorf rund 2070 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem März des Vorjahres waren dies rund 380 Personen oder 15,4 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich von 3,0 Prozent im Februar auf 2,7 Prozent im März. Im Vorjahr lag die Quote im März noch bei 3,2 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats konnten rund 990 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das waren rund 120 Personen oder 11 Prozent weniger als im März des Vorjahres. Im Gegenzug meldeten sich rund 730 Personen neu oder erneut arbeitslos, 50 Personen weniger als im Vorjahresmonat.

"Auf dem Arbeitsmarkt setzte sich die günstige Entwicklung weiter fort. Die Arbeitslosenzahlen liegen nochmals unter den bereits sehr guten Werten der Vorjahre. Die stabile konjunkturelle Lage sorgte zusammen mit der für die Jahreszeit typischen Belebung des Arbeitsmarktes für gute Rahmenbedingungen bei der Arbeitssuche", sagte Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf. Die saisonbedingte Arbeitslosigkeit in Außenberufen ist im März bereits deutlich rückläufig. Vom Frühjahrsaufschwung profitierten dabei vor allem Männer, da diese verstärkt in Außenberufen tätig sind und wieder ihre Arbeit aufnehmen konnten.

Dieser Rückgang werde sich in den kommenden Wochen weiter fortsetzen, so dass die Effekte der Winterarbeitslosigkeit bereits nach Ostern wieder ausgeglichen sein werden, prognostiziert die Agentur. Die Unternehmen suchen gut qualifizierte, flexible und mobile Fachkräfte, insbesondere im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, in der Logistik und in nahezu allen Handwerksberufen. Die adäquate Besetzung der Stellen mit qualifiziertem Personal stellt dabei weiterhin eine Herausforderung für die Vermittlungsfachkräfte der Agentur für Arbeit dar.

Berufliche Qualifizierungsmaßnahen für Arbeitsuchende, aber auch für Arbeitnehmer, die in Beschäftigung stehen, sind dabei die von den Vermittlungsfachkräften genutzten Instrumente, um dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Speziell die Weiterbildung von Beschäftigten bietet eine Möglichkeit, Helfer zu Fachkräften weiter zu qualifizieren. Es lohne sich deshalb, Kontakt mit der Arbeitsagentur aufzunehmen. Seit Jahresbeginn meldeten Betriebe dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 1350 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung, rund 50 Angebote oder 3,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Arbeitslosenzahlen liegen nochmals unter den bereits sehr guten Werten der Vorjahre.Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf

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