Benteler erweitert Produktionsfläche in Schwandorf
Mehr Platz für Leichtbau

So soll die neue Produktionshalle des Unternehmens Benteler an der Bellstraße aussehen. Bilder: exb (2)
Wirtschaft
Schwandorf
05.03.2018
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Benteler gehört mit rund 600 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in der Großen Kreisstadt und wächst weiter. Der Automobil-Zulieferer an der Bellstraße im Stadtsüden erweitert seine Produktionsfläche um 50 Prozent.

Erstmals wird das Unternehmen dann in der Kreisstadt Batteriewannen in Deutschland produzieren. Der Spatenstich für die Erweiterung habe am Freitag am Werksgelände stattgefunden, teilte Benteler mit. Der Termin war nicht öffentlich.

Das Unternehmen baue damit das "Wachstumsfeld Elektromobilität in Deutschland weiter aus und nutze seine Leichtbau-Expertise im Werk Schwandorf. Die Fertigstellung des Anbaus ist für Ende 2018 geplant, die Produktion beginnt voraussichtlich 2019. Die neue Halle mit rund 13000 Quadratmetern Nutzfläche schließt sich an das bestehende Betriebsgelände in Richtung ehemalige Bundesstraße 15 an. Über die Höhe der Investition machte das Unternehmen keine Angaben.

Das Werk beweise damit gleich zweierlei: Die Kompetenz von Benteler im Bereich der komplexen Leichtbaulösungen und die Innovationsfähigkeit rund um Elektromobilität, teilte das Unternehmen mit. Der Auftrag bedeute für das Unternehmen den Einstieg in die Produktion von Batteriewannen in Deutschland. Weltweit produziere das Unternehmen bereits jede zweite Batteriewanne in Europa.

Ralf Göttel, Vorstandsvorsitzender der Benteler Gruppe, erklärte: "Wir verfolgen unsere Gruppenstrategie 2022 konsequent. Hier haben wir drei Schwerpunkte definiert: Die Weiterentwicklung des Kerngeschäftes, gezieltes Wachstum und eine leistungsorientierte Unternehmenskultur. In einem gesättigten Markt wie Deutschland investieren wir vor allem in innovationsträchtige Technologien, wie zum Beispiel den Ausbau unseres Geschäftsfeldes Elektromobilität."

Im neuen Maschinenpark in Schwandorf würden dann "Industrie- 4.0-Lösungen" eingesetzt. Unter anderem können die Teams Maschinendaten dann in Echtzeit auslesen, um den Zustand der Maschine immer zu kennen. Drohende Störungen ließen sich so früh entdecken, und entsprechende Maßnahmen können vorbeugend eingeleitet werden. Die nötige IT-Struktur für den Einsatz solcher Lösungen werde beim Bau von Anfang an mitgeplant.

Das UnternehmenBenteler ist nach eigenen Angaben ein weltweit agierendes Unternehmen, das Produkte, Systeme und Dienstleistungen für den Automobil-, Energie und Maschinenbausektor entwickelt, produziert und vertreibt. Das Familienunternehmen in der vierten Generation zählt rund 30 000 Mitarbeiter an 153 Standorten in 40 Ländern. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug 7,4 Milliarden Euro. Unter dem Dach der Holding Benteler International AG mit Sitz in Salzburg (Österreich), sind die drei Divisionen Benteler Automotive, Steel/Tube und Distribution organisiert. Der Bereich Automotive, zu dem das Schwandorfer Werk gehört, zählt 24 000 Mitarbeitern und 72 Werke in 25 Ländern. Die Produkte umfassen laut angaben des Konzerns Systemlösungen und Module für Fahrwerks-, Karosserie-, Motor- und Abgassysteme sowie Systeme für Elektrofahrzeuge. (exb)
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