Friseurinnung informiert sich in der Oberpfalzhalle
Moderne Schnitte, umstrittene Tarife

Janina Ehrenberg zeigte bei der Friseurinnung topaktuelle Haarschnitte. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
12.09.2017
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Während der Woche arbeitet Janina Ehrenberg in ihrem Friseursalon in Bad Kissingen, am Wochenende gibt sie ihre Erfahrungen an die Kollegen weiter. Am Sonntag war die Top-Akteurin in der Oberpfalzhalle zu Gast und zauberte bei einer Veranstaltung der Friseurinnung die neuesten Trends auf die Köpfe der Models. "Maßgeschneiderte Haarschnitte und exakt gearbeitete Haarfarben sind unsere Passion", versicherte Janina Ehrenberg. Sie lege Wert darauf, die Persönlichkeit der Kunden mit der "perfekten Frisur" zu unterstreichen.

Die Friseurinnung Schwandorf ist eine von 58 in Bayern. Dem Landesinnungsverband gehören 3800 Betriebe an. Der Tarifvertrag für Auszubildende war ebenfalls Thema bei der Innung.

Die Verdi-Kampagne "Besser abschneiden" hatte einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag für die Auszubildenden des Friseurhandwerks zum Ziel. "Damit sind wir leider gescheitert", sagt Patrick Rostek. Der Regensburger Gewerkschaftssekretär hofft nun auf eine bayerische Lösung und rennt damit beim Landesinnungsverband der Friseure offene Türen ein. "Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für die Azubis in trockene Tücher bringen", fordert Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Gewerkschaft auf.

Die Innung bietet eine Ausbildungsvergütung von 465 Euro im ersten, 570 im zweiten und 720 im dritten Lehrjahr an. Ein bayerischer Azubi-Tarifvertrag könnte wegweisend sein auf Bundesebene, betont der Schwandorfer Innungsobermeister Bernhard Dräxler, dem die Kampagne der Gewerkschaft sauer aufstößt. Weil Verdi einen bundesweiten Abschluss angestrebt habe, sei es in Bayern nie zu Verhandlungen gekommen. Gewerkschaftssekretär Patrick Rostek geht davon aus, dass sich beide Seiten nun Anfang Oktober am Verhandlungstisch treffen werden.

In Bayern sind knapp 15 000 Betriebe mit 36 000 Mitarbeitern im Landesverband organisiert. Sie erzielen im Jahr einen Umsatz von einer Milliarde Euro.
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