Genossenschaften preisen risikoarmes Geschäftsmodell
Gegen EU-Regelwerk

Wirtschaft
Schwandorf
27.03.2018
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Schwandorf/Fensterbach. Die Genossenschaftsbanken positionieren sich gegen das von der Europäischen Union initiierte Einlagensicherungsgesetz. "Die von unseren Kunden angesparten Töpfe sichern dann nämlich alle Anlagen innerhalb der EU mit ab", kritisierte der für die Oberpfalz und Niederbayern zuständige Regionaldirektor Franz Penker diese Form der Regulatorik. Bei der Tagung der Raiffeisen- und Volksbank-Vorstände aus dem Landkreis in Wolfringmühle (wir berichteten) stellte er fest: In Deutschland liege der Anteil der von Ausfall bedrohten Kredite gerade mal bei zwei Prozent, in Griechenland zum Beispiel um ein Vielfaches höher. Deshalb lehne man die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung innerhalb der EU ab. Stattdessen gelte es, Risikogeschäfte abzubauen. Außerdem: "Wir verfolgen ein risikoarmes Geschäftsmodell, werden aber genauso reguliert wie zum Beispiel eine Deutsche Bank, die in der Risiko-Einschätzung viel schlechter bewertet wird".

In seinem Jahresbericht für 2017 teilte Penker mit, dass es in der Oberpfalz nun 28 Volks- und Raiffeisenbanken gibt. Vor einem Jahr waren es noch 31. Die Zahl reduzierte sich nach zwei Fusionen, wobei sich in einem Fall gleich drei Häuser vereinten.
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