IHK-Gremium tagt
Bahnübergang zügig realisieren

Bernhard Godelmann (Zweiter von links) zeigte den Mitgliedern des IHK-Gremiums Schwandorf die Produktion von Pflastersteinen. Bild: exb
Wirtschaft
Schwandorf
16.07.2017
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Ein Bahnübergang ohne Schranke in Nabburg sei längst überfällig, sind sich die Mitglieder es IHK-Gremiums einig. Das staatliche Bauamt hat dazu eine Unterführung geplant, die Henner Wasmuth vorstellte.

Fensterbach/Schwandorf. Wichtige Infrastrukturprojekte im Landkreis diskutierte das IHK-Gremium Schwandorf in seiner Sitzung in Fensterbach. Nach Besichtigung des Pflasterherstellers Godelmann GmbH berichtete Henner Wasmuth, Leiter des staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, über die Beseitigung des beschrankten Bahnübergangs in Nabburg sowie dem geplanten Ausbau der St2159 zwischen Gaisthal und Schönsee.

Lärmschutz für Anwohner

In Kritik kam das Projekt des staatlichen Bauamts durch den Vorwurf, dass das Amt den Lärmschutz nicht berücksichtige. Beide Maßnahmen hätten aber nichts miteinander zu tun und würden auch von verschiedenen Genehmigungsstellen bearbeitet, hielt Wasmuth entgegen. "Die Beseitigung des Bahnübergangs hat nur indirekt mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke zu tun", so IHK-Vizepräsident Thomas Hanauer, ein Unternehmer aus Nabburg. Da noch Eigentumsverhältnisse zu klären sind, um den Bahnübergang zu beseitigen, wird die Realisierung der Planung noch einige Zeit in Anspruch nehmen, erklärt Wasmuth. Da Lärm alle Städte und Gemeinden entlang der Bahnlinie Regensburg-Hof im Landkreis Schwandorf betrifft, wird sich das IHK-Gremium für einen ausreichenden Lärmschutz einsetzen.

"Wir müssen das Wohl unserer Mitarbeiter im Auge behalten", so Hubert Döpfer, Vorsitzender des IHK-Gremiums. Daher wird er das Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten suchen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Für Ausbau der Straße

Relativ bald könnte der Ausbau der Staatsstraße zwischen Gaisthal und Schönsee erfolgen. Im besten Fall ergeht Anfang des nächsten Jahres der Planfeststellungsbeschluss. Die Unternehmen im östlichen Landkreis warten schon lange auf diese wichtige Verkehrsmaßnahme und plädieren für eine rasche Umsetzung.

"Eine ordentliche Verkehrsanbindung ist ein essenzieller Standortfaktor. Sie sichert Arbeitskräfte und Kaufkraft in der Region. Darüber hinaus bringt der Ausbau mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer", betonte Gremiumsgeschäftsführer Manuel Lischka. Rund 1000 Menschen sind im Schönseer Land beschäftigt, darunter viele Einpendler.
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