Kooperation zwischen Landkreis und Haus des Guten Hirten
Wohnheim für Berufsschüler

Landrat Thomas Ebeling und Direktor Michael Eibl (sitzend von rechts) unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zwischen dem Landkreis und dem Haus des Guten Hirten. Mit dabei waren Otto Storbeck, Wolfgang Reif, Christian Meyer, Michael Mändl und Ralf Bormann (stehend von links). Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
06.09.2017
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Dort, wo zuletzt jugendliche Flüchtlinge untergebracht waren, richtet das Haus des Guten Hirten jetzt ein Wohnheim für auswärtige Berufsschüler ein. "Wir haben bereits 18 Anmeldungen", erklärt Michael Eibl. Der Direktor des Trägers, der "Katholischen Jugendfürsorge", unterzeichnete am Mittwoch einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis.

30 Plätze in 15 Doppelzimmern auf drei Stockwerken kann das "Haus des Guten Hirten" Jugendlichen anbieten, die von auswärts kommen und in Schwandorf eine duale Ausbildung machen. "Das ist ein guter Anfang", freut sich Berufsschulleiter Ralf Bormann, der seit Jahren auf der Suche nach Unterkünften ist.

Einrichtungsleiter Otto Storbeck stellt weitere Plätze in Aussicht, wenn er sagt: "Wir haben noch einige Kapazitäten frei". Die Jugendlichen übernachten in Doppelzimmern und können Gemeinschaftsräume mit Fernseher und Teeküche nutzen. Die Kosten für Vollpension betragen am Tag 31,95 Euro. Die Schüler beteiligen sich mit 5,10 Euro, den Rest übernimmt der Landkreis als Sachaufwandsträger des Beruflichen Schulzentrums.

"Wir sind froh, wenn wir eine schwarze Null schreiben", sagt Otto Storbeck. Gewinne könne der Träger mit dieser Dienstleistung nicht erzielen. Zumal das Haus des Guten Hirten auch noch eine pädagogische Betreuung für minderjährige Jugendliche stelle. Der Direktor der "Katholischen Jugendfürsorge", Michael Eibl, erklärt die Intention seines Verbandes: "Unser Auftrag ist es, für junge Menschen da zu sein".

Die KJF habe Erfahrung im Betrieb von Wohnheimen und könne eine "Immobilie mit modernem Ambiente und zeitgemäßer Einrichtung" anbieten. Wolfgang Reif von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz geht von 1000 Plätzen aus, die im Kammerbezirk zur Unterbringung von Auszubildenden nötig seien. Für den Leiter des Berufsbildungszentrums, Michael Mändl, ist es ein Wettbewerbsvorteil, wenn er seinen auswärtigen Lehrlingen eine Unterkunft anbieten könne.
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