Nur noch rund 1900 Menschen ohne Arbeit
Arbeitskräfte gefragt wie nie

Wirtschaft
Schwandorf
30.06.2017
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(doz/exb) Goldene Zeiten für Arbeitnehmer: Die Zahl der Menschen ohne Job im Freistaat hat den niedrigsten Stand seit 20 Jahren erreicht. In der Region liegt die Arbeitslosenquote sogar noch deutlich unter dem Bayern-Schnitt. Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf, der den Landkreis ohne den Raum Oberviechtach umfasst, ging die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni geringfügig zurück, und zwar um 30 arbeitslos gemeldete Arbeitnehmer oder 1,6 Prozent. Mitte Juni waren im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf somit rund 1900 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres ging die Arbeitslosigkeit um rund 330 Personen oder 14,9 Prozent zurück.

"Günstiger Arbeitsmarkt"

Die Arbeitslosenquote blieb von Mai auf Juni unverändert bei 2,5 Prozent (in Bayern liegt sie bei 3,0 Prozent). Im Juni des vergangenen Jahres lag die Quote bei 3,0 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 640 Personen neu oder erneut arbeitslos, rund 80 Personen beziehungsweise 11,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Monat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten rund 670 Arbeitnehmer ihre Arbeitslosigkeit beenden, rund 80 oder 10,3 Prozent weniger als im Juni vor einem Jahr.

"Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und hoher Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelte sich der Arbeitsmarkt günstig. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni weiter zurückgegangen", sagte der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Bernhard Lang.

In den Wirtschaftsbereichen der metallverarbeitenden Industrie, der Elektro- und Elektronikbranche, im Kfz-Handwerk und im Logistikbereich sowie im Sozial- und Gesundheitswesen und der IT-Branche ist der regionale Arbeitsmarkt weiterhin sehr stabil. Die hohe Nachfrage nach Fachkräften, aber zum Teil auch nach qualifizierten Helfern erstreckt sich insbesondere auf diese Bereiche.

Dabei bestehen vor allem für Hilfskräfte bei Personaldienstleistern beachtliche Bewegungen hinsichtlich Zu- und Abgang. Aber auch qualifizierte Fachkräfte werden häufig über Personaldienstleister gesucht. Die Arbeitsmarktsituation blieb auch in den übrigen Branchen weiter stabil.

Die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen bis unter 25 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um rund 20 Personen oder 11,8 Prozent angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf das Ende von betrieblichen Ausbildungen zurückzuführen. "Aufgrund des bestehenden Fachkräftebedarfs haben diese jungen Fachkräfte aber sehr gute Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt schnell eine Arbeitsstelle in ihrem erlernten Beruf zu finden, hob Lang hervor.

2890 Stellen

Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Schwandorfer gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters im ersten Halbjahr 2890 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, 170 Angebote oder 6,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.
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