10.09.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Staatssekretär Albert Fürckaer unterwegs im Seenland "Eigentlich noch unter Wert verkauft"

Heimat-Staatssekretär Albert Füracker (CSU) wirbt für die Urlaubsregion Oberpfalz. Am Freitag machte er sich auf den Weg durch das Seenland und ließ sich auf seiner Wanderung vom Landrat Thomas Ebeling und den Bürgermeistern der umliegenden Kommunen begleiten. Füracker zeigte sich begeistert.

Die zweistündige Wanderung führte Bürgermeister Thomas Falter, OB Andreas Feller, Staatssekretär Albert Füracker und Bürgermeister Martin Birner (von links) vorbei an den Fischteichen, durch Wald und Feld und durch eine intakte Natur. Bilder: rhi (3)
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Treffpunkt war der Eingang zum Charlottenhofer Weihergebiet bei Fronberg. Zweckverbandsvorsitzender Ebeling hatte zur "Wanderung unter Beteiligung der bayerischen Staatsregierung" geladen. Dem Aufruf waren Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Oberbürgermeister Andreas Feller (Schwandorf), die Bürgermeister Thomas Falter (Wackersdorf), Martin Birner (Neunburg v.W.) und Robert Feuerer (Bruck) sowie der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Joachim Häring, und der Leiter des Tourismusbüros in Neunburg vorm Wald, Werner Dietrich, gefolgt.

Spuren des Bibers

Die Führung übernahm der Gebietsvertreter des Naturparks "Oberpfälzer Wald", Markus Kurz. Er stellte der Gruppe die Tier- und Pflanzenwelt des Charlottenhofer Weihergebietes vor und betonte: "Auch der Biber hinterlässt hier seine Spuren". Markus Kurz hatte ein Präparat des geschützten Nagers mitgebracht und erklärte den Körperbaus. Auf einen Quadratzentimeter habe das Biberfell 23 000 Haare. Typisch für ihn seien auch die gelben Schneidezähne.

Das Einsatzgebiet von Markus Kurz liegt zwischen Naab und Böhmerwald. Die Hügellandschaft mit zahllosen Flüssen, Bächen und 160 Weihern und Seen sowie ausgedehnten Wäldern bietet Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere. Der studierte Landschaftsgärtner nennt stellvertretend den seltenen Moorfrosch, der hier heimisch geworden sei. Die zweistündige Wanderung führte vorbei an den Fischteichen, durch Wald und Feld und durch eine intakte Natur.

Vielfalt als Vorteil

"Woanders kann es gar nicht schöner sein", strahlte Staatssekretär Albert Füracker bei bestem Wanderwetter. Er selbst verbringe seine Freizeit am liebsten in der Heimat. Der CSU-Politiker wirbt für die Schönheit der Landschaft, "die wir eigentlich unter Wert verkaufen". Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher wies auf die überregionale Bedeutung des Oberpfälzer Seenlandes dank des guten Marketings hin. Die Landschaft zeige sich von einer Schönheit, die man so gar nicht erwarte. Geschäftsführer Joachim Häring erkennt in der Vielfalt der Möglichkeiten einen Wettbewerbsvorteil. Rad- und Wanderwege, Wassersport, Reiten, Golf - dem Urlauber biete sich ein breites Feld an Freizeitaktivitäten. Trotz der steigenden Übernachtungszahlen erkennt Werner Dietrich noch erhebliche Potenziale für die Stadt Neunburg vorm Wald. "Die Vermarktung ist immer noch sehr dezent", betonte der Leiter des dortigen Tourismusbüros. Im Erlebnispark "Wasser - Fisch - Natur" machte die Gruppe Pause. Bürgermeister Thomas Falter ist überwältigt von der Anziehungskraft der Freizeiteinrichtung und erwartet in den nächsten zwei Wochen den 150 000. Besucher.

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