13.04.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnt Fackkräftemangel hemmt Wachstum

2017 war ein goldenes Jahr für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen werden auch heuer weiter sinken. In manchen Berufen schlägt der Fachkräftemangel schon knallhart durch.

von Externer BeitragProfil

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Agenturbezirk Schwandorf im Jahresverlauf 2017 um drei Prozent bzw. 14 600 auf 499 000 angestiegen. Damit wurde die ursprüngliche Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 11 600 Personen übertroffen. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer Anstieg von 2,3 Prozent oder 11 700 Beschäftigten auf 510 700 in der gesamten Oberpfalz vorhergesagt, schreibt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

Die Arbeitslosigkeit in der Oberpfalz wird heuer um 1000 auf 19 000 Erwerbslose zurückgehen. Der Rückgang fällt damit für die Oberpfalz deutlicher aus als im bayernweiten Schnitt. Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Schwandorf wird der Prognose zufolge um 1,4 Prozent bezie-hungsweise 100 Personen auf durchschnittlich 7100 im Jahr sinken.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Bayern wird 2018 um 115 000 auf 5,572 Millionen ansteigen. Das entspricht einem Zuwachs um 2,1 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt dabei flächendeckend in allen Regierungsbezirken und erreicht ein neues Re-kordniveau.

"Das Jahr 2017 war ein goldenes für den bayerischen Arbeitsmarkt. Die gute wirtschaftliche Ausgangslage gepaart mit den nun deutlich niedrigeren Prognosen für 2018 zeigt aber, dass der steigende Fachkräftemangel zum Wachstumshemmnis für bayerische Unternehmen wird", erläutert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

Ein Vergleich zwischen dem vierten Quartal 2016 und dem vierten Quartal 2017 zeigt die Entwicklung auf: Während 2016 in Bayern noch zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle kamen, sind es Ende 2017 gerade noch 1,6. Die gleiche Entwicklung zeigt sich in der Oberpfalz (von 1,6 auf 1,2) und im Agenturbezirk Schwandorf (von 1,8 auf 1,1).

Bereits heute gibt es Berufe, die einen eklatanten Fachkräftemangel aufweisen: So finden sich zum Beispiel im Agenturbezirk Schwandorf im Bereich Rohstoffgewinn, Glas- und Keramikverarbeitung sowie bei Bauplanungs-, Architektur- und Vermessungsberufen kaum noch Fachkräfte.

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