Viele Detailfragen bei Hilfe für junge Flüchtlinge zu klären
Integration durch Ausbildung

Stefanie Graf, Bernhard Lang, Saskia Gagern, Ralf Kohl und Christina Rathmann (von links) gestalteten den Workshop "Optimierung des Übergangs junger Flüchtlinge in Ausbildung". Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
27.10.2017
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"Der Teufel steckt im Detail", sagt Renate Vettori, wenn sie über die Integration jugendlicher Flüchtlinge spricht. Das beginne beim Schwimmunterricht und ende bei der Berufswahl. Beim Workshop des "Forschungsinstituts für betriebliche Bildung" am Dienstag in Charlottenhof berichtete die Schulamtsdirektorin von den täglichen Problemen mit den Kindern aus anderen Kulturkreisen.

Den Herausforderungen muss sich auch Werner Nagler stellen. Der Schulbeauftragte der Regierung für die Integration und Lehrer am Berufsschulzentrum Schwandorf nennt drei Schwerpunkte seiner Arbeit: Lehren der deutschen Sprache, berufliche Orientierung und Vermittlung in eine Ausbildung. In die Spracherwerbs- und Berufsintegrationsklassen der Berufsschule gehen derzeit 180 Schüler. Damit die Integration besser gelingt, veranstaltet das "Forschungsinstitut für betriebliche Bildung" gemeinsam mit den Agentur- und Kammerbezirken überall in Bayern Workshops.

Vorteile erläutern

An der Veranstaltung in Charlottenhof nahmen 70 Vertreter von Schulen, Betrieben und Behörden teil. Stefanie Graf, Ausbildungsakquisiteurin für Flüchtlinge bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, betonte: "Nicht immer sehen die jungen Leute die Vorteile einer beruflichen Ausbildung."

Sie mache ihnen klar, "dass mit der Qualifikation auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen". Stefanie Graf informiert die Jugendlichen über die Möglichkeiten des dualen Ausbildungssystems und vermittelt Praktikumsstellen. Ralf Kohl, Bereichsleiter an der Industrie- und Handelskammer, nennt für das Gelingen der Integration vier Voraussetzungen: Besuch von Sprach- und Integrationskursen, Unterricht in einer Berufsintegrationsklasse, Erwerb von Einstiegsqualifizierungen und Unterstützungsangebote während der Ausbildung".

Viele Unterstützer

Christina Rathmann vom Forschungsinstitut für betriebliche Bildung hatte sich bei der Vorbereitung von der Arbeitsagentur, von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und von der Industrie- und Handelskammer Regensburg unterstützen lassen. Das bayerische Sozialministerium fördert die bayernweiten Workshops.
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