06.05.2018 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zehn EU-Bürger nutzen Chance einer Ausbildung im Agenturbezirk Altenpfleger aus dem Ausland

Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft wächst der Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege weiter an. Viele Betriebe spüren, dass es immer schwieriger wird, Stellen zu besetzen. "Es kommt jetzt darauf an, dass wir einerseits noch mehr ungelernte Beschäftigte qualifizieren und andererseits alle Potenziale nutzen, die es sonst noch gibt. Auch Arbeitskräfte aus dem Ausland können dabei einen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken", sagte der Leiter der Arbeitsagentur Schwandorf, Markus Nitsch laut einer Pressemitteilung.

von Externer BeitragProfil

Aus diesem Grund bietet die örtliche Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Personalservice (IPS) Bayern der Bundesagentur ein Qualifizierungsprojekt mit Bewerbern aus dem europäischen Ausland an. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase mit Sprachkurs sollen die Teilnehmer eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft absolvieren. Sie erhalten während der Ausbildung ihr Gehalt als Helfer weiter.

Nach der erfolgreichen Ausbildung haben sie beste Chancen als qualifizierte Fachkraft weiterbeschäftigt zu werden. Die Anwerbung erfolgte durch den IPS. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur ist es gelungen, fünf Pflegebetriebe zu finden, die für die ausländischen Bewerber Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. So sind kürzlich zehn Bewerber, davon zwei Bulgarinnen, vier Spanierinnen und vier Spanier mit fünf Pflegebetrieben aus den Landkreisen Schwandorf und Cham zu einer Infoveranstaltungbei der Agentur für Arbeit zusammengetroffen.

Nach Informationen über das Projekt und die möglichen Förderleistungen startete ein Speed-Dating. Dabei wurden manche Bewerbungsgespräche auf Deutsch geführt. Die anderen erfolgten mit Unterstützung von Dolmetschern. Bewerber und Arbeitgeber wurden sich schnell einig. Jeder Arbeitnehmer bekam bei einem seiner Wunsch-Betriebe einen Arbeitsvertrag.

Inzwischen haben alle ihre Arbeit angetreten, verbessern parallel dazu ihre Deutschkenntnisse und bereiten sich auf die ab September geplante Ausbildung zur Pflegekraft vor.

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