Zwölf Unternehmen schließen sich zu Netzwerk zusammen
Impule zum Energiesparen

Die Netzwerk-Initiatoren Dr. Alexander Fenzl, Anna Gruber, Otmar Zisler und Jörg Meier begleiten die Unternehmen auf dem Weg der Energieeinsparung. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
09.12.2016
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"Wir alle müssen Energie einsparen, wenn die Wende gelingen soll", versicherte Eon-Regionaldirektor Otmar Zisler den Vertretern von zwölf bayerischen Unternehmen, die zur Gründung eines Energieeffizienz-Netzwerkes nach Schwandorf gekommen waren. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt.

Energie in den Unternehmen sinnvoller einzusetzen, Praxistipps branchenübergreifend auszutauschen und von gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren: Mit diesen Zielen startete am Donnerstag in den Räumen des Bayernwerks ein Energieeffizienz-Netzwerk, dem zwölf Unternehmen unterschiedlichster Branchen aus der mittleren und nördlichen Oberpfalz, Oberbayern und Franken angehören. Aus dem Landkreis beteiligt sich die Wewatec GmbH aus Wackersdorf.

Forscher am Tisch

Das auf Initiative von "Bayernwerk Natur" und "Eon Energie Deutschland" gegründete Netzwerk soll unter dem Motto "Impuls für Bayern" in den nächsten drei Jahren helfen, konkrete Einsparpotenziale in den beteiligten Betrieben zu erkennen und bei gemeinsamen Diskussionsrunden und Workshops "Energie-Know-how" aufzubauen. Der Prozess begleiten Fachleute der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) in München.

Bereits im Jahre 2009 wurden 30 ähnliche Pilot-Netzwerke bundesweit ins Leben gerufen, erläuterte FfE-Mitarbeiterin Anna Gruber. In den folgenden Jahren entstanden weitere solcher "Lernender Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke", gefördert mit Mitteln aus dem Bundesumweltministerium.

Die Netzwerk-Unternehmen erhalten einen Zuschuss von 4000 Euro über drei Jahre, müssen aber auch einen Eigenbeitrag leisten. Mit dem Geld soll das "Ingenieur-Know-how" der energietechnischen Berater gefördert werden. Organisiert wird das Netzwerk "Impuls für Bayern" von "Bayernwerk Natur" und "Eon Energie", die "als Netzwerkträger auch das nötige Energiewissen einbringen", wie Bayernwerk-Geschäftsführer Dr. Alexander Fenzl erläuterte.

Rasche Umsetzung

Der Energieversorger sieht dabei durchaus auch die Chance, mit den Netzwerkpartnern ins Geschäft zu kommen, wie Otmar Zisler, Eon-Regionaldirektor Süd, einräumte. Vor allem aber sollen die Teilnehmer an dem auf drei Jahre angelegten Erfahrungsaustausch profitieren. "Das Netzwerk bietet den Teilnehmern die Chance, individuelle Optimierungen zu identifizieren und die eigene Energieeffizienz zu steigern", nannte Dr. Fenzl als Zielsetzung.

Er ist überzeugt: "Die praxisnahe Betrachtung des Themas Energie und die möglichst rasche Umsetzung der besten Lösungen vor Ort bringen einen echten Mehrwert für alle Teilnehmer." FfE-Mitarbeiter legen mit den Teilnehmern die Ziele fest, die sie in den nächsten drei Jahren erreichen wollen.
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