Bürgermeisterwahl in Schwarzach: Kein Sieger im ersten Durchgang
Entscheidung in zwei Wochen

Hans Gradl (rechts) und Hubert Jetschmann (Mitte) gratulierten sich im Schwarzenfelder Rathaus gegenseitig zum Einzug in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Joachim Schießl erhielt gestern die wenigsten Stimmen. Bild: Tietz
Politik
Schwarzach bei Nabburg
04.12.2016
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Drei Kandidaten kämpften bei der Bürgermeisterwahl gestern um die Nachfolge des verstorbenen Schwarzacher Gemeindeoberhauptes Alois Böhm. Keiner davon schaffte die absolute Mehrheit. Am 18. Dezember treten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen - Hans Gradl und Hubert Jetschmann - zur Stichwahl an. Joachim Schießl ist aus dem Rennen.

1207 Gemeindebürger waren gestern zur Stimmabgabe aufgefordert, 878 davon machten ihr Kreuzchen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 72,7 Prozent. Um 18 Uhr wurden die Wahllokale geschlossen und die Urnen geöffnet - die Auszählung begann. Nach nur einer Viertelstunde stand das Ergebnis in vier der fünf Wahlbezirke bereits fest. Das Resultat aus Altfalter traf kurz darauf ein.

Um genau 18.20 Uhr verkündete der derzeit amtierende Bürgermeister Franz Grabinger im Schwarzenfelder Rathaus das vorläufige Ergebnis des Urnengangs: Am besten schnitt Hans Gradl (Freie Wählergemeinschaft Altfalter-Weiding-Richt) ab. Auf ihn entfielen 405 Stimmen. Das entspricht 46,6 Prozent. Damit verfehlte er die absolute Mehrheit und den Sieg bei der Bürgermeisterwahl nur knapp. Hubert Jetschmann, der Kandidat der Freien Wählergemeinschaft Schwarzach, erhielt 256 Stimmen (29,5 Prozent) und tritt damit gegen Gradl bei der Stichwahl am 18. Dezember an. Die wenigsten Stimmen bekam Joachim Schießl (Freie Wählergemeinschaft Wölsendorf): Für ihn stimmten 208 Gemeindebürger (23,9 Prozent).

Keine Überraschung

Hans Gradl, der wie die anderen beiden Bewerber in das Rathaus nach Schwarzenfeld gekommen war, war in einer ersten Stellungnahme wenig überrascht, dass es zu einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt kommt. "Man müsste schon ziemlich naiv sein, um zu glauben, dass man bei drei Kandidaten beim ersten Mal gewinnt", sagte er. Dass er selber einen großen Abstand zu seinen Mitbewerbern hatte, begründete er auch mit seinem Bekanntheitsgrad als Discjockey, der bei der Wahl vielleicht auch eine gewisse Rolle gespielt habe.

"Ich bin froh, dass ich die Hürde in die Stichwahl genommen habe", kommentierte der Kandidat der Freien Wählergemeinschaft Schwarzach, Hubert Jetschmann, das Ergebnis des Urnengangs. Auch ihn hat das Resultat nicht überrascht: Er und Joachim Schießl hätten von Anfang an gesagt, dass es sich zwischen ihnen beiden entscheiden werde, wer in die Stichwahl kommt. Der unterlegene Kandidat Joachim Schießl nahm seine Niederlage sportlich und gratulierte seinen beiden Mitbewerbern um das Bürgermeisteramt zunächst zum Einzug in die Stichwahl. "Ich wünsche ihnen viel Glück und eine glückliche Hand - egal, wer Bürgermeister wird", sagte er in einer ersten Reaktion gegenüber "Oberpfalz-Medien" und fuhr fort: "Wenn ich in die Stichwahl gekommen wäre, wäre ich nicht enttäuscht gewesen".
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