02.03.2018 - 20:00 Uhr

Gemeinderat Schwarzach Suche nach Slawen endet

Der Breitbandausbau in der Gemeinde schreitet weiter voran, ebenso die Ausgrabung "Slawensiedlung" in Dietstätt. Die Wissenschaftler kommen aber zum letzten Mal.

In diesem Sommer bringt Professor Dr. Erik Szameit mit seinem Team die Forschungsgrabungen in Dietstätt zum Abschluss. Unser Bild zeigt zweiten Bürgermeister Franz Grabinger (rechts) und den archäologisch und heimatkundlich engagierten Heinrich Schwarz aus Altfalter (links) bei einem Besuch der Grabungsstätte im August 2016. Professor Szameit (Zweiter von rechts) erläutert die Arbeiten. Archiv-Bild: Held
von Herbert RohrwildProfil

In der Sitzung des Gemeinderates gab Bürgermeister Hans Gradl eine erfreuliche Nachricht bekannt: Ab sofort können in der Gemeinde die Anschlüsse in den FTTC-Ausbaugebieten Wölsendorf, Altfalter, Schwarzach und Unterauerbach mit den Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s gebucht werden. Der Ausbau der FTTH-Anschlüsse - alle übrigen Ortsteile, die mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden - wird bei günstigeren Witterungsverhältnissen fortgesetzt. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Schwarzach am 6. Januar wählten die Aktiven Heribert Domes zum neuen Kommandanten und Josef Moritz wiederum zum Stellvertreter.

Der Gemeinderat bestätigte nun die Wahl. Die Zustimmung des Kreisbrandrates wurde bereits eingeholt und die notwendigen Lehrgänge sind innerhalb eines Jahres nachzuweisen.

Laut Schreiben der Vorsitzenden des Johannivereins zur Dokumentation slawischer Besiedlung im Schwarzachtal/Weiding, Sabine Stangl, werden im Sommer 2018 die archäologischen Grabungen bei Dietstätt abgeschlossen. Der wissenschaftliche Leiter, Professor. Dr. Erik Szameit, vom Institut für Urgeschichte und historische Archäologie der Universität Wien geht Ende 2018 in den Ruhestand. Auch aufgrund der fortschreitenden landwirtschaftlichen Bearbeitung seien Grabungen künftig nicht mehr so Erfolg versprechend. Äußerst interessante und wertvolle Aufschlüsse über die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und des gesamten Naabtales präsentiert das Dokumentationszentrum "Slawische Siedlung" in den Räumen der Johannihütte.

Durch Spendenaufrufe und die Unterstützung zahlreicher Sponsoren wurde schon ein finanzieller Grundstock gelegt. Seit Beginn der Arbeiten im Jahre 2001 gewährte die Gemeinde zu den einzelnen Abschnitten insgesamt 3500 Euro als Zuschuss, erinnerte Bürgermeister Gradl. Sein Vorschlag, die Fortsetzung der Grabungsarbeiten heuer mit 1000 Euro zu fördern, erhielt das einhellige Votum.

Wie Bürgermeister Hans Gradl mitteilte, werden für die Amtszeit 2019 bis 2023 wieder Schöffen und Jugendschöffen gesucht. Diese werden auf Vorschlag der Gemeinden beziehungsweise der Jugendhilfeausschüsse bei den Jugendämtern von einem Wahlausschuss gewählt. Diese ehrenamtlichen Richter kommen bei den Strafkammern und Jugendkammern der Landgerichte sowie bei den Schöffengerichten beziehungsweise bei den Jugendschöffengerichten der Amtsgerichte zum Einsatz. Auskünfte erteilt das Einwohnermeldeamt im Rathaus Schwarzenfeld.

Gemeinderat Bernhard Lehner nahm Bezug zu einem Verkehrsunfall mit dem Einsatz eines Rettungshubschraubers und regte an, im Gemeindegebiet geeignete Landeplätze für einen eventuellen Notfall zur Verfügung zu haben. Dieser Gedanke führte zu einer lebhaften Aussprache und zu folgendem Beschluss. Die örtlichen Feuerwehren werden gebeten, mögliche Areale vorzuschlagen. Das Gremium war sich aber auch im Klaren, die Entscheidung für einen passenden Landeplatz treffe letztendlich der Pilot.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp