26.02.2018 - 20:00 Uhr

Kurzfristiger Referentenwechsel bei CSU - MdL Flierl: Digitalisierung als Chance begreifen 40 Grad Fieber statt Industrie 4.0

Der CSU-Ortsvorsitzende Albert Bierler konnte im Vereinsheim auch den ersten und zweiten Bürgermeister, Hans Grandl und Franz Grabinger und Staatssekretär a.D. Otto Zeitler begrüßen. Wegen des krankheitsbedingten Ausfalles des Referenten Manuel Lischka, der zum Thema "Industrie 4.0" sprechen wollte, aber bei 40 Grad Fieber verhindert war, wurde der Abend nach dem Ripperl-Essen umfunktioniert. MdL Alexander Flierl betrachtete die Digitalisierung aus politischer Sicht und ergänzte den Vortrag mit aktuellen Themen.

Der CSU-Ortsverband in Schwarzach erhielt bei seinem Ripperl-Essen aktuelle Landtags-Informationen aus erster Hand von MdL Alexander Flierl. Bild: ga
von Autor GAProfil

Handynetz ausbauen

"Reden und ins Gespräch kommen": Das sei ein wichtiger Aspekt für die Politiker und die Gesellschaft, so Flierl einleitend. "Die Digitalisierung wird einen Umbruch bringen wie die Dampfmaschine" und den ländlichen Raum verändern. "Ist die Digitalisierung Schrecken oder Chance?", warf der Redner fragend in die Runde. Die schwarzen Seiten, wie Datenklau, Fishing oder Cyber seien ebenso Risiken wie das Darknet.

Mit "smart farming" werde durch einen modernen Einsatz der Kommunikationstechnik eine effiziente Bewirtschaftung der Felder und Wiesen realisiert. Das Mobilfunknetz weise noch immer weiße Flecken auf, wusste Flierl. Schwarzach ist hier ein Beispiel für fehlende Mobilfunk-Erreichbarkeit. Laut Alexander Flierl wird für die Ausbreitung des Mobilfunknetzes ein Förderprogramm im Freistaat Bayern aufgelegt. Speziell in den Gemeinden Schwarzach, Altendorf und Guteneck besteht in dieser Richtung Handlungsbedarf. Es ist nach den Aussagen des Stimmkreisabgeordneten entscheidend, dass in der Welt des "digitales Dorfes" trotzdem Heimat geschaffen und die Bodenständigkeit gepflegt wird.

Mobil bleiben

"Wie gehen wir mit der Mobilität in einer älter werdenden Bevölkerung um?", fragte sich Alexander Flierl und gab die Antwort für die ländliche Bevölkerung, die nicht auf Buslinien angewiesen sein soll, sondern mit einem Ruf-Taxi mobil bleibt. Die Gültigkeit von Tickets für alle Buslinien des Landkreises sei bereits umgesetzt. Barrierefreie Bahnhöfe betrachtete er als ein weiteres Ziel, das in Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Weiden-Regensburg umgesetzt wird.

"Genauigkeit geht vor Schnelligkeit": Dies gelte bei der Abschaffung der Straßenausbau-Beiträge, wobei Einzelfälle genau zu prüfen und gerecht zu regeln sind. "Politik muss verlässlich und vertrauenswürdig sein", war Alexander Flierl überzeugt. Das betreffe auch die Integrationsthematik, wobei das Bleiberecht zu prüfen ist. Es gelte, "dass unsere Landesgrenzen geschützt werden und sicher sein müssen". Die Politik müsse darauf achten, die Balance zu halten zwischen den modernen Möglichkeiten und gleichzeitig der heimatlichen Geborgenheit. Bayern ist nach der abschließender Auffassung des Redners der Maßstab im bundes- und europäischen Vergleich.

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