11.03.2018 - 20:00 Uhr

Freiwillige Feuerwehr Wölsendorf Jugendarbeit trägt reiche Frucht

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wölsendorf stimmt die Chemie. Seit der Einführung der Jugendgruppe im Jahre 1976 erreicht sie personell einen Höchststand, konstatiert Jugendwart Sebastian Schad.

Der Vorsitzende der FFW Wölsendorf, Peter Schießl (Zweiter von rechts) , und Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger (Mitte) zeichneten die Mitglieder (von links) Franz Herrmann, Max Scharinger, Johann Obendorfer und Josef Schneeberger für langjährige Vereinszugehörigkeit mit Urkunden, Nadeln und Zinntellern aus. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

-Wölsendorf. Traditionell gedenkt die Wölsendorfer Wehr vor der Zusammenkunft im Gasthaus Lorenz der verstorbenen Mitglieder mit einem Gottesdienst in der Wolfgangskirche. Vorsitzender Peter Schießl nannte danach die Zahl von 175 Mitgliedern - 58 Aktive, 55 Passive und 62 Fördernde. Themen waren im letzten Jahr die Anschaffung eines Telefonanschlusses wegen des Alarmfaxes, ein zweites Tablett, ein neuer Laptop für das Feuerwehrhaus sowie der Ankauf von zwei Lichterketten und einer Fritteuse für den Verein. Das kostenlose, freie Wlan am Dorfplatz wurde intensiv diskutiert. Der Telefonanschluss im Feuerwehrhaus schaffe nun die Voraussetzungen.

In seinem Ausblick auf 2018 verwies der Sprecher auf den Radlersonntag (29. April), die Fronleichnamsprozession (3. Juni) und das Stodlfest (8. Juli). Im Hinblick auf die Neuwahlen 2019 sollten sich die Mitglieder Gedanken zwecks Verjüngung des Vorstands machen.

Psychisch belastend

Die Feuerwehr Wölsendorf zählte am Jahresende 58 Feuerwehrdienstleistende, darunter 8 Frauen und 15 Feuerwehranwärter. Das Durchschnittsalter liege bei 33 Jahren, berichtete Kommandant Hans-Jürgen Schießl. Von den geleisteten 1371 Stunden Feuerwehrdienst entfielen acht Prozent auf Einsätze, 88 Prozent auf Unterricht/Übungen und vier Prozent auf Sonstiges.

Der Einsatz wegen eines von einem Zug Überfahrenen bei Brensdorf brachte für die Feuerwehrkameraden besondere Herausforderungen und vor allem psychische Belastungen, erinnerte der Kommandant. Die Wehr beteiligte sich auch an der Störfall-Großübung bei der Firma Tyczka in Freihöls/Fensterbach. Für besonderen Übungsfleiß 2017 wurden Robert Braun (27 Termine/57 Stunden) und Patrick Miller (23/48) geehrt.

Kommandant Hans-Jürgen Schießl zeichnete Sebastian Schad für 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst aus. Er ernannte Anna Baumer, Andreas Bauriedl, Bastian Leitl, Johanna Schießl und Philipp Weist zu Feuerwehranwärtern. Dietmar Zenger wurde zum Löschmeister befördert.

Durch fünf Neuaufnahmen - drei männliche und zwei weibliche - umfasst die Jugendfeuerwehr 15 Mitglieder. Dies ist der Höchststand seit ihrer Gründung 1976, freute sich Jugendwart Sebastian Schad. Der Verantwortliche konnte auf erfolgreiche Leistungsabnahmen und gute Ergebnisse bei Wettbewerben zurückblicken. Bayerische Jugendspange: fünf Abnahmen; Jugendflamme: die fünf Neuen legten diese Stufe ab.

Am Wissenstest nahmen zehn Jugendliche mit folgenden Auszeichnungen teil: Bronze (vier mal), Silber (ein), Gold (vier) und Gold/Blau (ein). Die Ausbildung beschränkte sich auf die Funkübung und auf die Vertiefung der Kenntnisse zur Modularen Truppmann-Ausbildung.

"Ich bin begeistert von der Vereinsführung. Sie ist mit Leidenschaft dabei", hob Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger hervor. Die Zusammenarbeit von aktiver Wehr und Verein funktioniere ausgezeichnet. Die Bevölkerung werde bei geselligen Veranstaltungen mitgenommen "Der Feuer- und Brandschutz ist in sicheren Händen", so sein Fazit. Die Gemeinde lädt zum Abschlussfest der Dorferneuerung am 9. Juni 2018 alle Helfer und Unterstützer schriftlich ein, gab Grabinger abschließend bekannt.

Ehrungen

Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger und Vorsitzender Peter Schießl zeichneten Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit aus. 25 Jahre: Christian Fröhlich, Josef Schneeberger, Hans-Jürgen Böckl und Martin Herrmann; 40 Jahre: Alfred Lintl, Horst Ripper, Johann Fröhlich jun., Peter Hesl, Josef Lorenz, Jürgen Paa, Armin Roth und Maximilian Scharinger; 50 Jahre: Johann Obendorfer und Franz Herrmann; 60 Jahre: Alfred Zweck und Sigmund Bartmann; 70 Jahre: Alois Bartmann, sen.

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