16.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Gefährliche Traktorfahrt eines Bauern Keine Revision im Wölsendorfer Fall

Amberg/Schwarzach. Es war eine juristische Niederlage für die Amberger Staatsanwaltschaft. Dennoch ist sie nun von der Ermittlungs- und Anklagebehörde akzeptiert worden. "Wir verzichten auf eine Revision zum Bundesgerichtshof", teilte Oberstaatsanwalt Thomas Strohmeier am Montag mit. Damit bleibt es wohl bei vier Jahren und drei Monaten Haft, die das Schwurgericht vor wenigen Tagen gegen einen 47-jährigen Landwirt aus der Gemeinde Schwarzach verhängt hatte. Dem Mann wurde außerdem auferlegt, sich in eine längerfristige Alkoholtherapie zu begeben. Im Mittelpunkt des viertägigen Prozesses stand eine bei Wölsendorf stattgefundene Traktorfahrt des Bauern, bei der Polizisten in akute Gefahr gerieten, als sie den schwer angetrunkenen und ohne Führerschein am Steuer sitzenden Mann stoppen wollten. Er selbst hatte dabei einen Schuss in den rechten Unterschenkel davongetragen. Die Gefährdung der beiden Uniformierten galt für die Staatsanwaltschaft als zweifacher Mordversuch. Über Oberstaatsanwalt Strohmeier ließ sie im Verfahren acht Jahre Haft beantragen. Die Richter sahen es anders. Sie ordneten die Gefährdungen als versuchte gefährliche Körperverletzungen ein und hielten Tötungsvorsätze für nicht gegeben.

Symbolbild: Stefan Puchner/dpa
von Autor HWOProfil
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