Herausforderungen des Internet im Alltag
"Smart Home" oft nicht so smart

Andrea Neumeier, die Präventionsbeamtin der Kriminalpolizei Weiden, sprach beim Landvolk. Bild: exb

Kemnath b. Fuhrn. Die Katholische Landvolkbewegung in der Pfarreiengemeinschaft Kemnath-Fuhrn - Schwarzach-Altfalter - Unterauerbach ließ sich zum Thema "Internetkriminalität" informieren. Als Referentin wurde die Präventionsbeamtin der Kriminalpolizei Weiden, Andrea Neumeier, gewonnen. Sie sprach im Pfarrheim in Fuhrn und begann ihren Vortrag mit zwei Varianten von Phishing-Mails, die von Betrügern verschickt werden, um den Adressaten zur leichtfertigen Eingabe von Adress- und Kontodaten zu bewegen. Da die Aufmachung der elektronischen Post immer professioneller wird, erinnerte die Fachfrau daran, dass eine Bank zu keiner Zeit per E-Mail zur Eingabe von persönlichen Daten auffordern würde. Zudem sollte der Empfänger bei Weiterleitung mittels eines Links besonders hellhörig werden. Diese Links sind in der Regel betrügerisch und leiten auf nahezu perfekt kopierte Internetseiten. Besser die Internetadresse der jeweiligen Seite per Hand eingeben.

Aktuell flächendeckend vorkommend ist der "Microsoft Supportanruf". Hier wird der Angerufene auf angebliche Probleme mit seinem PC aufmerksam gemacht. Die im Display erscheinende, regionale Rufnummer, die Nennung der angeblichen Individualnummer des Rechners oder auch das Vorlesen von Fehlermeldungen sollen Vertrauen schaffen. Wenn das glückte, wird ein "Rundum-Sorglos-Paket" angeboten, welches einen einjährigen Support verspricht und nur 50 Euro kostet. Da der Betrüger vorher Fremdzugriff auf den PC des Opfers erhielt, konnte hier Manipulationssoftware installiert werden und die nun angestoßene Geldtransaktion wird fremdgesteuert. Teilweise entstanden dadurch Schäden um die 2000 Euro.

Kritisch beleuchtet wurde auch das Thema "Smart Home". Während elektrisch gesteuerte Rollläden Außenstehenden die Anwesenheit eines Hausbewohners vermitteln sollen, kann ein digitaler Wasserverbrauchszähler einem potenziellen Einbrecher im Einzelfall Auskunft darüber geben, wie lange in diesem Anwesen schon kein Wasser mehr floss.
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