14.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Startschuss für den Breitbandausbau Schnelles Netz für Schwarzach

Der Startschuss für den Breitbandausbau in der Gemeinde Schwarzach ist gefallen. Bis November 2017 wird das Projekt abgeschlossen sein. Aber ein Teilstück der Erdarbeiten bereite Schwierigkeiten.

Der Startschuss zum Breitbandausbau in der Gemeinde Schwarzach ist gefallen, Teamarbeit ist bei den zuständigen Kooperatoren gefragt (von links): Michael Zuber und Vladimir Hafner (Netzel-Bau), Michael Kiener und Alexander Schmid (Bauverwaltung/VG Schwarzenfeld), die Bürgermeister Franz Grabinger, Hans Gradl und Franz Herrmann, Sven Schneider und Marko Zimmermann (Projektleitung) sowie Richard Böckl (Gemeinderat). Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

-Wölsendorf. Im Kreuzungsbereich des Ortsteils Wölsendorf begrüßte Bürgermeister Hans Gradl im Beisein seiner beiden Stellvertreter Franz Grabinger, Franz Herrmann und des Gemeinderats Richard Böckl Vladimir Hafner und Michael Zuber vom beauftragten Unternehmen Netzel Bau, Enrico Delfino von der Deutschen Telekom, vom Bausachgebiet der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Michael Kiener und Alexander Schmid, von der Projektleitung Sven Schneider und Marko Zimmermann. Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein wichtige digitaler Standortfaktor, merkte Gradl an. Er wünschte einen guten Verlauf und einen fristgerechten Abschluss.

Die zahlreichen Förderbewilligungen brachten einen verstärkten Auftragsanstieg und bedingten Verzögerungen, betonte eingangs Telekom-Regionalmanager. Die Planungen fürs schnelle Internet sind jetzt für die Gemeinde Schwarzach abgeschlossen, rund 32 Kilometer Glasfaser, acht Verteiler und drei Glasfaser-Netzverteiler sorgen ab November 2017 für höhere Bandbreiten. Das Surfen wird beschleunigt. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 200 Megabit pro Sekunde (MBit/s).

Telefonieren, Surfen und Fernsehen sind bei diesem leistungsstarken Netz gleichzeitig möglich. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Insgesamt profitieren von diesem Ausbau etwa 680 Haushalte.

Durch das Vorgehen in überschaubaren Bauabschnitten werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering gehalten und er bat um Verständnis.

Der Repräsentant erläuterte auch den Weg des Internets ins Haus. Die Telekom verlegt Glasfaser bis an die Verteilerkästen, um schnelle Anschlüsse für alle Haushalte im förderfähigen Erschließungsgebiet der Gemeinde in kurzer Zeit und in hoher Qualität anbieten zu können. Die Verteilerkästen werden mit intelligenter Technik ausgestattet und zu sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG), zu "Minivermittlungsstellen" umfunktioniert. Das Herzstück ist der MSAN (Multi Service Acces Note). Er nimmt die Datenpakete aus dem Glasfaser entgegen und verteilt sie auf die Kupferkabel der Kundenanschlüsse und umgekehrt. Für 60 Haushalte gilt eine Sondervereinbarung. Die Glasfaser wird bis in die Häuser gezogen. Die Hauseigentümer müssen eine Einverständniserklärung unterzeichnen. Wer weitere Informationen über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Internet oder beim Kundenservice informieren. Schwierigkeiten könnte die Unterdükerung des Flussbettes südlich der Naabbrücke für das Verlegen eines Leerrohres bereiten. Aber bis Weihnachten ist das Projekt abgeschlossen, versicherte Projektleiter Sven Schneider (Comline).

Ergänzende Angaben: Die Gemeinde Schwarzach schloss den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom am 15. April 2016. Der Zuwendungsbescheid des Freistaates Bayern ging bei der Kommune am 24. Juni 2016 ein. Die Gesamtkosten fürs das Projekt belaufen sich auf 498 000 Euro. Der Gemeindeanteil liegt bei circa 100 000 Euro.

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