Alles gut – bis auf üble Gerüchte
Gute Nachrichten zum neuen Dorfladen

Politik
Schwarzenbach
05.12.2016
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Bürgermeister Thorsten Hallmann hatte nur etwa drei Dutzend Zuhörer zur Bürgerversammlung im Gasthof Stark. Dafür gab es aber erfreuliche Neuigkeiten in Sachen Dorfladen.

"Sollte die Witterung es zulassen und das Landratsamt bis dahin den Bauantrag bearbeitet haben, könnten wir in etwa drei Monaten mit dem Umbau der alten Raiffeisenbank anfangen", verkündete der Rathauschef. Auf etwa 360 000 Euro würden sich die Um- und Ausbaukosten belaufen.

Die Regierung der Oberpfalz bearbeite derzeit den Antrag auf einen 60-Prozent-Zuschuss aus Städtebaufördermitteln. "Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt gelingen wird", bekräftigte das Gemeindeoberhaupt. Zu dieser Gewissheit trügen nicht zuletzt die effiziente Arbeit von Arbeitskreis und Beirat und das ungebrochene Interesse an den Geschäftsanteilen bei: "Wir haben bereits 85 stille Teilhaber, die 25 800 Euro an Geschäftsanteilen gezeichnet haben."

Auch Bewerbungen für den Geschäftsführerposten lägen vor. Ärgerlicherweise machten abenteuerliche Gerüchte die Runde, denen er entgegentreten müsse, sagte Hallmann: "Um das klar zu sagen: Die Anteilseigner haften höchstens mit dem Betrag ihrer persönlich erworbenen Anteile - nicht etwa mit dem Zehnfachen, wie behauptet wird." Ebenso deutlich müsse betont werden, dass die Gemeinde zwar Eigentümerin des Gebäudes sei, "das Geschäft als solches gehört aber der Dorfladengesellschaft, die mit der Gemeinde einen Pachtvertrag schließt, und die Gesellschaft wiederum gehört denen, die sich daran beteiligen: Das sind Bürger, Vereine, Körperschaften und nur zu einem kleinen Teil die Gemeinde".

Chance für Teilzeitjobber

Zwei bis zweieinhalb rechnerische Vollzeitstellen werde der Dorfladen schaffen, schätzte der Bürgermeister: "Freilich werden diese Planstellen voraussichtlich auf mehrere Teilzeitstellen aufgeteilt." Das Personal werde nicht der Bürgermeister anstellen, sondern "der Geschäftsführer in Absprache mit dem Beirat der Dorfladengesellschaft". Zufrieden äußerte sich Thorsten Hallmann auch über den Fortgang der Arbeiten in der westlichen Hauptstraße: "Vorausgesetzt, dass die Witterung hält, wird am 8. oder 9. Dezember die Asphalttragschicht der Fahrbahn aufgetragen." An einen Abschluss aller Arbeiten in diesem Jahr sei aber nicht zu denken.

350 000 Euro werde dieser dritte Bauabschnitt der Ortskernsanierung kosten, wovon gut die Hälfte aus dem bayerischen Städtebauförderprogramm abgedeckt werde. Zu diesem Komplex würden auch ein behindertengerechter Gehweg von der Haupt- zur Kreisstraße sowie Parkplätze vor dem alten Pfarrhof gehören, erinnerte Hallmann.

Zu Anliegerbeteiligungen im Ortskernsanierungsgebiet merkte Hallmann an, dass die Kirchenstraße fertig abgerechnet sei: "Die Berechnungen waren nicht einfach, zumal etliche Grundstücksgrenzen verlegt werden mussten." Die Abrechnung für die Hauptstraße folge im kommenden Jahr.

Fahrbahnteiler ja, Ampel neinKonturen habe inzwischen die Vorplanung für den vierten Bauabschnitt, die Umgestaltung der Kreisstraße im Kreuzungsbereich, angenommen, informierte Bürgermeister Hallmann. Fahrbahnteiler beiderseits der Kreuzung sollen den Durchgangsverkehr verlangsamen und Fußgängern die Straßenüberquerung erleichtern.

Auf Höhe des Bahnhofsgeländes würden Bushaltebuchten angelegt: "Die Verlegung der Bushaltestelle dorthin wird der Vernetzung von Bahn- und Busverkehr dienen." Die Kosten für diesen Bauabschnitt veranschlagte der Bürgermeister auf 540 000 Euro: "Allerdings handelt es sich um ein gemeinsames Projekt von Gemeinde und Kreis, die beide an den Kosten beteiligt sein werden. Außerdem ist mit Städtebaufördergeldern und ÖPNV-Zuschüssen zu rechnen."

Eine Fußgängerampel werde es leider nicht geben, weil dies zugleich einen Eingriff in die bestehende Ampelanlage bedeutete und die Gemeinde mit Kosten in siebenstelliger Höhe konfrontiert werden könnte. Auch eine barrierefreie Unterführung komme aus baulichen Gründen kaum in Betracht. (bjp)
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