13.10.2017 - 20:10 Uhr
Schwarzenbach bei OberpfalzOberpfalz

Gemeinderat stellt Weichen für neues Bürgerhaus Bücherei und Praxis in einem

Schon Ende 2016 war klar, dass das Pfarrhaus saniert werden soll. Der Gemeinderat ist von den Plänen fürs Bürgerhaus durchaus angetan.

Hausaufgabenbetreuung und Physiotherapie, Schulungen und Bücherausleihe: All das kann sich Bürgermeister Thorsten Hallmann künftig als Nutzungsmöglichkeiten im alten Pfarrhaus vorstellen. Den Gemeinderat beeindrucken die Pläne. Bild: Lukas Meister
von Redaktion OnetzProfil

Bevor Bürgermeister Thorsten Hallmann das Wort an den Architekten übergab, stellte er klar: "Das Gebäude wurde in den 20er Jahren erbaut und hat Bedeutung für die Gemeinde. Ein Abriss kommt deshalb nicht in Frage. Dass eine vernünftige Sanierung nicht billig ist, sollte aber klar sein."

So sieht es auch Architekt Klaus Stiefler aus Bayreuth. Auch Nutzungsmöglichkeiten, die noch Zukunftsmusik seien, habe er in die Planung mit aufgenommen. So könnten spätere Kosten für Nachrüstungen oder Umbauten minimiert werden.

Raum für Raum und Stockwerk für Stockwerk präsentiert Stiefler seine Ideen. Eins wird schnell klar: Das Gebäude soll trotz moderner Technik seinen ursprünglichen Charme zurückbekommen. "Im Außenbereich wird der Sandsteinsockel wieder hergerichtet, die ursprüngliche Fassade und auch moderne Holzfenster mit Sprossen runden das Gesamtbild ab." Der verglaste Anbau auf der Rückseite mit dem barrierefreien Zugang soll den natürlichen Eindruck nicht stören. Auch die Treppe auf der Vorderseite werde wieder aufgebaut. Selbst das originale Geländer ist noch vorhanden.

Im Innenbereich würden die alte Holztreppe und die Türen entfernt und durch Replikate ersetzt. Die Runderneuerung umfasse Böden, Wände und Decken sowie die komplette Haustechnik samt Elektrik, Beleuchtung, Netzwerktechnik, Heizung und Fahrstuhl. "Wir haben 777 000 Euro Gesamtkosten. Gefördert werden 450 100 Euro. Schlussendlich beläuft sich der Gemeindeanteil auf zirka 327 000 Euro, " machte der Planer die Rechnung auf.

Hallmann sprach die zukünftige Nutzung an: "Neben der Gemeindebücherei werden auch Besprechungen und Sprechstunden stattfinden können. Selbst moderne Schulungen, Hausaufgabenbetreuung und selbst Physiotherapiesitzungen oder Behandlungen durch eine Dorfschwester gibt das Haus her." Das Dach bekommt Bieberschwanz-Ziegel, die Zentralheizung wird mit Öl betrieben. Die Entscheidung für das Gesamtpaket fiel einstimmig.

"Hoffentlich gibt es bei der Ausschreibung genügend Angebote, aus denen wir wählen können", sagte Hallmann. Bei manchen Projekten sei er schon glücklich gewesen, wenn sich wenigstens ein Unternehmen gemeldet habe. Verzögerungen gibt es beim Dorfladen. "Zwar sind die Bewerbungen für die Stelle der Verkäuferin eingegangen und werden nun geprüft aber die Fertigstellung wird wohl nicht wie geplant erfolgen. Allein die Wartezeit für die Fensterprofile verzögert den Baufortschritt," erklärte der Rathauschef

Gute Nachrichten gibt es dagegen für Eltern: Einstimmig beschlossen die Räte die Fortführung der Kinderbetreuung bis 16 Uhr.

Aus dem Gemeinderat

Die Fraktionen stellten in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Weichen für einige Investitionen:

Bedarfsmitteilung für das bayerische Städtebauförderprogramm: Für 2018 sind 166 000 Euro veranschlagt. Neben den Beratungskosten, Honorare und Kleinbeträge sind auch schon abgeschlossene Projekte mit aufgeführt, etwa die Neugestaltung der Hauptstraße mit dem Restbetrag von 108 000 Euro.

Bedarfsmitteilung zum Bund-Länder-Städtebauförderprogramm: Hier sind für kommendes Jahr 70 000 Euro für die Sanierung des Dorfladens aufgeführt. Für 2019 ist eine Machbarkeitsstudie für eine Umgestaltung des Bahnhofgeländes vorgemerkt.

Sachstandsbericht Ortskernsanierung: Die Arbeiten wurden von der Gemeinde abgenommen. Es fehlt nur noch die Schlussrechnung der Firma Straßenbau Dumler. Ohne diese kann jedoch keine Ausbau-Abrechnung mit den Anwohnern erfolgen. (pdtr)

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