Gemeinde Schwarzenbach blickt optimistisch in die Zukunft
Gegen den regionalen Trend

Vermischtes
Schwarzenbach
09.12.2016
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Trotz eines starken Geburtenüberschusses bringt es Schwarzenbach auch in diesem Jahr nicht auf die gewünschten 1200 Einwohner mit Erstwohnsitz in dem Ort. Bürgermeister Thorsten Hallmann ist dennoch zufrieden.

"Unsere Einwohnerzahl ist stabil - in der Nordoberpfalz ist das nicht selbstverständlich", betonte Hallmann. Fünf Sterbefällen standen 15 Geburten gegenüber: "Eine solche Kinderzahl sichert auf lange Sicht die Existenz von Kindergarten und Schule." Zurzeit zählt die Gemeinde 1189 Erstwohnsitzinhaber - vier mehr als 2015.

Gleiche Einnahmen

Auch die Zahl der Zweitwohnsitznehmer ist von 54 auf 59 gestiegen. Abwärts gehe es dafür mit der Verschuldung, die mit 751 671 Euro um etwa 50 000 unter der Vorjahressumme liege. Dies entspreche eine Pro-Kopf-Verschuldung von 639,72 Euro: rund 53 Euro weniger als Ende 2015. Als besonders gutes Zeichen wertete Hallmann, dass die Gewerbesteuereinnahmen annähernd gleich geblieben seien: "Daraus schließen wir, dass die Unternehmen solide dastehen und gut wirtschaften."

Die Gemeinde investierte in einen neuen Bauhof-Unimog für 115 000 Euro, der das 20 Jahre alte Vorgängerfahrzeug ersetzte. Auch der Amselweg und die Gemeindeverbindungsstraße Pechhof-Hütten wurde ausgebaut. Hallmann informierte über das Internet-Dienstleistungsportal der Verwaltungsgemeinschaft Pressath, das in diesem Monat um eine Smartphone-App ergänzt wird. Die Mittagsbetreuung an der Schule wurde auf 16 Uhr ausgeweitet.

Neues Fahrzeug

Hallmann würdigte die Leistungen der jungen Schuhplattler der Gruppe "Schenkelzinterer", die eine Gastspielreise durch Südkorea machten. Er gratulierte den früheren Gemeinderäten Christel Wagner und Heinz Przetak zur Verleihung der kommunalen Dankurkunde. Da Petra Ade, Gemeinderätin der Freien Wähler, von Regina Götz abgelöst wurde, besteht das Feldgeschworenenkollegium nun aus Götz, Obmann Alfons Przetak, Hans Breundl, Oliver Schäffler und Jakob Walberer. Hallmann betonte, dass die Gemeinde das 30 Jahre alte Feuerwehr-Einsatzfahrzeug ersetzen will. Freies Wlan auf dem Dorfplatz soll ein Sender im alten Bankgebäude ermöglichen. "Ich blicke optimistisch in die Zukunft", beschloss der Bürgermeister seinen Rückblick. Alfons Hallmann empfahl abschließend, die Bushäuschen in der Siedlung und in Pechhof zu erneuern.

Gleichstromtrasse: "Nutzen fragwürdig"Markus Thumfart, Vorsitzender der Freien Wähler, rief die Gemeinde zu mehr Unterstützung der regionalen Initiativen gegen die Südostlink-Gleichstromtrasse auf. Es reiche nicht aus, lediglich festzustellen, dass das Gemeindegebiet kaum oder gar nicht berührt werde.

"Der Knackpunkt besteht darin, dass die Trasse nur der Durchleitung mitteldeutschen Braunkohlestroms dient." Der Windstrom, der entlang der Leitung erzeugt wird, könne nicht eingespeist werden.

Bürgermeister Thorsten Hallmann betonte, dass auch er "eine politische Meinung zu diesem Thema" habe und forderte die Bürger auf: "Hinterfragt das Projekt, informiert euch und bildet euch eine Meinung." Die Energiewende gleiche zunehmend "dem Versuch eines Hundes, seinen Schwanz zu fangen", und sei von Konzept- und Hilflosigkeit geprägt. "Bei all dem scheinen auch starke Lobbyinteressen der Energiewirtschaft hineinzuspielen." Der Bürgermeister betonte seine Aufgabe, die Interessen der Gemeinde zu wahren. "Das habe ich getan." (bjp)


Unsere Einwohnerzahl ist stabil - in der Nordoberpfalz ist das nicht selbstverständlich.Thorsten Hallmann über die Einwohnerzahl Schwarzenbachs


Ich blicke optimistisch in die Zukunft.Bürgermeister Thorsten Hallmann
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