31.03.2016 - 02:00 Uhr
Schwarzenbach bei OberpfalzOberpfalz

Pomologe vermittelt in Schwarzenbach Basiswissen "Gräfinf von Paris" liebt den Süden

An den Walbenweiher kamen Garteninteressierte aus den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth, Schwandorf, Amberg und dem benachbarten Franken zum Obstbaumschnittkurs des Pomologen Michael Altmann. Mit seinem Kollegen Franz Bodensteiner vermittelte er 40 Teilnehmern Basiswissen.

Michael Altmann und sein Fan-Kreis. Die Obstfreunde kommen von weit her, um sich Tipps zu holen. Bild: hhn
von Autor HHNProfil

Altmann betonte, dass man große und kleine Gartenscheren brauche. "Ambossscheren sind Quetschscheren und weniger für einen guten Schnitt geeignet." Zum Nachschneiden der Wundränder könne eine Hippe oder ein scharfes Messer verwendet werden. Das Nachschneiden fördere Wundheilung.

Beim Zapfenschnitt am Rebstock zeigte der Experte, wie aus den zwei Augen die obere Trag- und die untere Ersatzrebe für das kommende Winzerjahr angelegt werden. Da Reben nur am diesjährigen Holz fruchten, sei nach dem sogenannten Wechselschnitt zu arbeiten. Der Pomologe riet, nur pilzfeste Rebstöcke zu setzen. Geeignet sei am besten die Süd-wand am Haus. Die gleiche Empfehlung galt für die Tafelbirne "Gräfin von Paris" als Spalierbaum. Die häufigsten Krankheiten seien Birnenschorf und Birnengitterrost. Altmann riet den Teilnehmern, immer auf gute Durchlüftung in der Laubmasse zu achten, damit sie abtrocknen könne.

Als unproblematische Pfirsichsorte nannte Altmann den "Koblenzer Weinbergpfirsich". Dieses Obstgehölz verlange wie die Sauerkirsche den strengsten Schnitt. "Schnittvernachlässigte Sauerkirsch- und Pfirsichbäume vergreisen", warnte der Experte. Er riet, die Triebe mindestens um die Hälfte einzukürzen.

Franz Bodensteiner, ebenfalls von der Gesellschaft für Pomologie und Obst-Sortenerhaltung Bayern (GPO), führte das Veredeln von Süßkirschen vor. Altmann lud zum nächsten Veredelungskurs am Sonntag, 17. April, um 13 Uhr in Schwarzenbach ein.

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