22.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzenfeld

Pendelsuche am Forster-Weiher: Wasserwacht-Gruppen üben den Ernstfall Tauchen bei klirrender Kälte

Die niedrigen Temperaturen der letzten Tage nützte die Kreiswasserwacht Schwandorf und organisierte für ihre Einsatzkräfte einen Wintertauchgang am Forster-Weiher. Die Ortsgruppen aus Bodenwöhr, Maxhütte-Haidhof, Nabburg, Neunburg, Pfreimd und Schwarzenfeld nützten die Chance für eine gemeinsame Einsatzübung. Besonders für die Taucher und Signalmänner der Schnelleinsatzgruppen galt diese Übung, jedoch konnten speziell auch die jüngeren Einsatzkräfte den Ernstfall bei winterlichen Temperaturen üben. Mit der sogenannten Pendelsuche suchten die Taucher an diesem Tag den Forster-Weiher ab. Hierbei ist der Taucher über eine Signalleine mit dem Signalmann am Ufer verbunden und wird von diesem per Leinenzeichen pendelartig von rechts nach links geleitet. Dabei kann der Taucher ein vorher zugewiesenes Gebiet bestmöglich abtauchen und absuchen. Bei den Tauchgängen wurde etlicher Müll von den Rettungstauchern gefunden und eingesammelt. Auch wenn die Witterungsverhältnisse keine geschlossene Eisdecke und damit die Möglichkeit für einen Eistauchgang boten, ist die Anforderung an die Taucher bei den aktuellen Temperaturen nicht zu unterschätzen. Die Taucher gehen zwar mit einem sogenannten Trockentauchanzug ins kalte Wasser, dennoch bleiben die niedrigen Wassertemperaturen eine zusätzliche Herausforderung für jeden Taucher. Hinzu kommt die doch meist schlechte Sicht in den heimischen Gewässern - mit einem Tauchgang im Meer ist ein Tauchgang in unserer Gegend nicht zu vergleichen - welche die Taucher im Einsatzfall an ihre physischen und psychischen Grenzen bringt. Damit im reellen Einsatzfall jeder Einsatztaucher neben seiner Ausrüstung auch seine persönlichen Grenzen kennt, sind derartige Übungsmöglichkeiten zwingend erforderlich, so Taucheinsatzleiter Josef Prill, der die Übung vor Ort koordinierte.

Die Wasserwacht übte am Forster-Weiher bei Schwarzenfeld. Bild: dos
von Autor DOSProfil

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