26.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzenfeld

Frühjahrskonzert zieht Massen an: Toller Auftakt der Konzertsaison

Mehr als 500 Zuschauer verfolgen Samstagabend das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Schwarzenfeld in der Sportparkhalle. Jugendorchester und Erwachsenenorchester erhalten tosenden Beifall für ihren Auftritt.

Das Konzert wurde durch das Jugendorchester eröffnet, unter der Leitung von Burkhard Weber
von Richard AltmannProfil

Jedes Jahr am Vorabend des Palmsonntags lädt die Musikkapelle Schwarzenfeld zum Frühjahrskonzert in die Sportparkhalle ein. Die Eröffnung übernahm das Jugendorchester unter der Leitung von Burkhardt Weber. Los ging es mit der Fantasie "Schmelzende Riesen" von Armin Kofler. Der Gedanke hinter dem Titel und Werk ist die Klimaerwärmung, die sich nach Mitteleuropa nicht zuletzt durch den Rückzug der alpinen Gletscher bemerkbar macht. In dem Stück wird musikalisch der Ist-Zustand beschrieben, bis hin zum Ende mit der Hoffnung auf bessere Zeiten.

Den Gletschern folgte ein Solo von Anna Forster mit dem Stück "Belvedere" von Jan de Haan für Flügelhorn oder Kornett. Es handelt sich hier um einen Teil aus dem Konzertstück "City Scapes", das vom Central Park in New York inspiriert wurde. Das letzte Stück wandte sich dem Leben der Dakota- oder Sioux-Indianer zu. Das Werk von Jacob de Haan besteht aus fünf Sätzen, in denen die Kultur und Geschichte dieser Indianer dargestellt wurden. Der Komponist hat sogar alte indianische Melodien aus Süd-Dakota verwandt.

Klassik und mehr

Nach einer Zugabe trat das Jugendorchester von der Bühne ab und das Erwachsenenorchester unter der Leitung von Josef Lobenhofer, nahm die Plätze ein. Für den Rest des Abends führte Philipp Korb durch das Programm des Abends. Das Erwachsenenorchester eröffnete mit dem Stück "A Festival Prélude" von Alfred Reed. Dies war der Auftakt für drei klassische Stücke, die das Erwachsenenorchester vor der Pause dem Publikum bot. Das nächste Stück war eine Reise nach Ungarn mit dem Stück "Puszta" - vier ungarische Zigeunertänze von Jan van der Roost, einem belgischen Komponisten. Das Stück dauerte über zwölf Minuten und gab einen Einblick in die ungarischen Zigeunertänze.

Das nächste Stück haben alle schon einmal gehört, die erste Arie aus der Oper "Der Barbier von Sevilla". Das Solo des Barbiers wurde von Josef Rudolf Lobenhofer am Bariton vorgetragen. Nach der Pause ging es beschwingt weiter. Als erstes gab es ein "Concerto d'amore" von Jacob de Haan. Dieses Stück verbindet Barock, Pop und Jazz gekonnt miteinander, damit drei verschiedene Epochen und Stilrichtungen in der Musik. Der Animationsfilm "Drachen zähmen leicht gemacht" ist vielen bekannt, das Orchester spielte daraus ein Medley. In der Filmwelt ging es weiter mit "Aladin" und den schönsten Melodien aus diesem Disney-Film.

Das Solo nach der Pause gab es von Rocco Palazzo an der Klarinette mit dem Stück "Czardas" von Vittorio Monti. Die musikalische Basis des wohl bekanntesten Stückes des italienischen Komponisten ist der ungarische Tanz Csardas. Das wohl bekannteste Musical der Hippie-Zeit ist "Hair", daraus gab es berühmte Melodien zu hören.

Natürlich Marschmusik

Marschmusik durfte nicht fehlen bei einem Blasmusikkonzert. Die Programmverantwortlichen entschieden sich für "Kampfgeschwader 633", einen britisch-US-amerikanischen Kriegsfilm. Das Arrangement ist vor allem wegen seiner häufigen Tonartwechsel und der vielen verschiedenen Tonarten eine Herausforderung für die Musiker. Damit endete das Frühjahrskonzert 2018 im offiziellen Programm.

Das Publikum, dass immer wieder kräftigen Beifall spendete, forderte eine Zugabe. Das Orchester ließ sich nicht lange bitten und es gab "Kaiserin Sissi" von Timo Dellweg; eines seiner erfolgreichsten Stücke, dass er zu Ehren der österreichischen Kaiserin komponierte. Der schwungvolle Marsch entstand zum fünfjährigen Jubiläum der Kapelle "Die Egerländer Rebellen" und eroberte in kürzester Zeit die Blasmusik-Welt.

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