Weltreise mit Bläserklängen

Einen Abend voller Klangfülle und rhythmischem Elan boten die Musiker der Bläserphilharmonie Regensburg bei ihrem Konzert in der Sportparkhalle. Bild: tie
Kultur
Schwarzenfeld
12.02.2018
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"Tänze der Welt": So lautet das Motto des Konzertabends der Bläserphilharmonie Regensburg in der gut gefüllten Sportparkhalle. Die Philharmonie absolviert ihr 15. Konzert in Schwarzenfeld - ein Jubiläum, das Ausführende wie Zuhörer sehr genießen.

Die Tänze standen natürlich dem Fasching nahe, jedoch beeindruckte die Zuhörer neben dem vielseitigen Programm ebenso die intensive, glockenreine und stets aufeinander abgestimmte Spielweise der Instrumente. Dem Dirigenten Alejandro Vila gelang es immer, den Musikern die richtigen Impulse zu vermitteln. Das begann schon in der "Jubilee Overture" von Philip Sparke, die nach einem feierlichen Beginn schwungvoll tänzerisch alle Instrumente melodisch wie rhythmisch genau erklingen ließ.

Es folgte "Destellos del Alba" von Ferrer Ferran. Erneut tänzerisch wurden die "Strahlen der Morgendämmerung" musikalisch glaubhaft vorgeführt. Auch das anschließende Stück - "Dominion of the Sky" von David Shaffer - stellte seine Vorlage "Das Erwachen des Sonnengottes" glaubhaft in seiner allmählich immer machtvolleren Klangsteigerung dar. Das nächste Tanzstück war der für Bläser arrangierte "Blue Tango" von Leroy Anderson. Die weltbekannte Melodie trugen die Holzbläser stimmungsvoll vor, während die anderen Instrumente den packenden Rhythmus dazu vermittelten.

Es folgte "El Camino Real" von Alfred Reed als Abfolge und Mischung verschiedener spanischer Volkstänze, die in stolzer Melodienfolge den "Königsweg" vermittelten und in einem wahren Klangrausch ihr Finale absolvierten. Nach der Pause ging es mit der "Ouvertüre zu Candide" von Leonard Bernstein weiter. Mit vollem Engagement bewältigten die Instrumentalisten tonrein die musikalisch anspruchsvollen Klangbilder. Der "Slawische Tanz F-dur" op 46/4 von Antonin Dvorak in einem Arrangement für Bläser schloss sich mit einem überzeugenden Tonbild an.

Den fetzigen Klängen folgten die "Bulgarischen Tänze" von Franco Cesarini in lyrischer Manier mit dem Gesang verschiedener Soloinstrumente. Schließlich sind die Melodien dem Andenken an den Komponisten Alfred Reed gewidmet. Selbst einige tonale Ausbrüche münden wieder in melodienreiche Nachdenklichkeit und Erinnerung.

Der letzte Programmpunkt des Konzerts enthielt etliche Melodien aus großen Filmen von Charlie Chaplin. Marcel Peeters gab dem Arrangement den Namen "Charles Chaplin - Selection for Concert Band" und ließ Auszüge aus den berühmten Filmen "Der große Diktator", "Moderne Zeiten" und "Limelights" erklingen. Hymnische Fülle wie rhythmische Prägnanz prägte das konzentrierte Spiel der Bläserphilharmonie unter der genauen Leitung von Alejandro Vila. Als Zugaben erklangen "Joropo" von Moisés Moleiro, ein flottes Tanzstück, und der "Radetzkymarsch" von Johann Strauss jr. Sie beendeten damit einen Abend voller Klangfülle und rhythmischem Elan.
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