Angemessenere Verteilung von Einkommen und Vermögen als Hauptthema des VdK
Appell für mehr soziale Gerechtigkeit

Lokales
Schwarzenfeld
24.04.2013
0
0
Der neue stellvertretende Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, Herbert Lochbrunner, hielt das Referat beim ordentlichen Kreisverbandstag des VdK in Schwarzenfeld (wir berichteten). Dabei stand die Altersarmut und die Forderung nach der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes im Mittelpunkt dieses Vortrages.

Noch vor fünf Jahren wurde öffentlich kaum über Altersarmut gesprochen, sagte Lochbrunner, aber schon 2008 habe sich der VdK dieses Themas angenommen. "Bis vor kurzem wurde in Deutschland auch wenig über Reichtum gesprochen, getreu dem Motto 'über Geld spricht man nicht'". Aber im Jahr 2010 wurde vonseiten des VdK eine breite Diskussion über Verteilungsgerechtigkeit angestoßen. "Dabei wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht." Mittlerweile sei offensichtlich, dass Armut inzwischen alle Altersgruppen, alle sozialen Schichten außer der Oberschicht und alle Regionen erreicht hat. "Es ist ein Armutszeugnis, wenn in einem der reichsten Länder der Welt, mit einer der niedrigsten Kinderzahlen und relativ hoher Beschäftigungsquote, 26 Prozent aller Bürger von Armut bedroht sind und es nur mittels Sozialtransfers gelingt, die Hälfte davon zu betreuen", so Lochbrunner. Für 13 Prozent bleibe es bei der Armutsbedrohung.
Lochbrunner kritisierte in diesem Zusammenhang die Rentenerhöhung im Westen in diesem Jahr von 0,25 Prozent und dies bei einer durchschnittlichen Teuerungsrate von zwei Prozent. Einen Hauptgrund für die zunehmende Altersarmut sieht der neue stellvertretende Landesgeschäftsführer des VdK Bayern in den niedrigen Löhnen und den damit zu geringen Einzahlungen in die sozialen Systeme oder gar in eine private Vorsorge. Wenn jemand vom Lohn nicht richtig Leben könne, kann er auch nicht vorsorgen. Darum gehört die Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes in allen Branchen zu einer der Hauptforderungen des VdK: "Dadurch kann die Altersarmut verhindert oder gemindert werden." Viele würden nicht das Risiko eingehen, im Alter zu verarmen.

Zusammenfassend sagte er: Wer höhere Renten will, eine Gesundheitsversorgung, die sich jeder leisten kann, bessere Pflege, weniger Kinder- und Altersarmut sowie weniger Kriminalität und mehr innere Sicherheit anstrebt, kommt an der Frage der gerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen nicht vorbei." Dies werde der VdK auch im Hinblick auf die Bundestagswahl 2013 mit der bundesweiten VdK-Aktion "Endlich handeln" fordern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.