17.09.2004 - 00:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Ehemaliges Tyczka-Gelände: Anwohner befürchtet hohe Lärmbelastung - Bebauungsplan beschlossen Einwände gegen Einkaufsmarkt

Bereits im Juli befasste sich der Marktrat mit den Einwendungen zum Bebauungsplan für das ehemalige Tyczka-Gelände. Nachdem nun eine Änderung - die Möglichkeit zur Errichtung einer Schallschutzwand - eingearbeitet wurde, musste der Plan erneut ausgelegt werden. Am Mittwoch lag er samt Stellungnahmen wieder auf den Tischen der Markträte. Ein Anwohner hegt massive Bedenken.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Er fürchtet, dass es durch die vorgesehene Ansiedlung eines Supermarktes und die neue Zufahrtsstraße zum Hasit-Gelände zu einer deutlichen Verschlechterung seiner Wohnqualität kommt (wir berichteten). Dies begründete er in seiner Stellungnahme. Sie bezieht sich - neben weiteren Punkten - hauptsächlich auf den zusätzlichen Lärm, der von der neuen Straße und dem Supermarkt ausgehe.

"Ein vernünftiges Leben durch die hohe Lärmbelastung ist bereits jetzt, und verstärkt dann, wenn die Bebauungsplanänderung baulich wirksam wird, in diesem Bereich (...) nicht mehr möglich", heißt es in der Stellungnahme des Anwohners, dessen Grundstück genau an den geplanten Markt grenzt. Der Anwohner drohte außerdem mit rechtlichen Konsequenzen, sollten die Grenzwerte jeglicher Art nicht eingehalten werden.

Architekt Josef Berg versuchte, die einzelnen Punkte der Stellungnahme zu entkräften. Vor allem dem Vorwurf der gestiegenen Lärmbelästigung wiedersprach er vehement. Anhand eines Gutachtens legte er die zu erwartenden Lärmimmissionen nach Fertigstellung des Marktes und der neuen Straße dar und unterstrich, dass sie allesamt unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes lägen. Und das seiner Ansicht nach deutlich.

Backshop nicht zu laut

Das gilt auch für den geplanten Backshop, der auch am Sonntag vormittag seine Pforten öffnen und frische Semmeln verkaufen will. Auch hier äußerte der Anwohner Bedenken wegen des Lärms. Wie aus den Reihen des Marktrates zu hören war, wurde auch dieser Betrieb in einem schalltechnischen Gutachten untersucht und für zulässig befunden.

Der Marktrat diskutierte die einzelnen Punkte des Schreibens und nahm die Anregungen aus der Stellungnahme zur Kenntniss. Mit großer Mehrheit wies er die Bedenken jedoch ab. Christian Benoist (Siedler) stimmte jeweils dagegen. Bei einzelnen Punkten hoben auch Joachim Boch (CSU), Karl-Heinz Dausch (Siedler) und Marianne Eckert (CSU) die Hand zur Gegenstimme. Der Satzungsbeschluss fiel schließlich mit 17:2 Stimmen. Boch und Benoist stimmten dagegen.

Nachdem der Plan bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr öffentlich ausgelegt worden war, fielen die Einwände der Träger öffentlicher Belange relativ kurz aus.

Aktuelle Leitungskarte

Die Regierung der Oberpfalz, Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, forderte eine aktuelle Leitungskarte für die Erdgasversorgung und vom Betreiber erstellte, mit der Feuerwehr abgestimmte, Alarm- und Einsatzpläne. In der Stellungnahme des Straßenbauamtes Sulzbach-Rosenberg ging es um eine Vereinbarung für eine Linksabbiegespur (siehe weiteren Bericht).

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