13.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Großer Kampf im Sportpark: Kreisligist 1. FC Schwarzenfeld verliert gegen SSV Jahn nur mit 0:4 "Ein Bombenspiel abgeliefert"

Ein Spiel, zwei Sieger: Mit 0:4 (0.2) verlor der 1. FC Schwarzenfeld am Mittwochabend in der 1. Hauptrunde des BFV-Pokals gegen den SSV Jahn Regensburg. Ossi Peter, der Trainer, des Kreisligisten hatte vorher aber angekündigt, dass alles unter einem zweistelligem Ergebnis gegen den Drittligisten ein Erfolg sei.

Kein Elfmeter: Der Schwarzenfelder Matthias Meßmann (Mitte) hatte Jahn-Angreifer Aias Aosman (rechts) nicht regelwidrig zu Fall gebracht. Marco Griebl (links) vom 1. FC hatte auch noch mitgeholfen, den Syrer zu stoppen. Bild: Baehnisch
von Josef Maier Kontakt Profil

Somit war es ein großer Erfolg vor etwa 500 Zuschauern im Sportpark: "Ich glaube, wir haben die Regensburger schon etwas genervt, die wollten sicher dominanter auftreten und mehr Tore schießen", meinte Peter. Aber seine Jungs hauten sich an diesem Abend so richtig rein und lieferten dem Drittligisten, der nahezu mit seiner besten Besetzung angetreten war, einen großen Kampf - mit taktischer Raffinesse.

"Nach dem 0:1 war mir etwas mulmig", gab FC-Abwehrchef Matthias Meßmann zu. Patrick Lienhard hatte den Jahn schon früh, nach neun Minuten, in Führung gebracht. "Aber als es zur Pause nur 0:2 stand, dachte ich mir: Das ist doch perfekt." In den ersten 45 Minuten konnte nur noch Gino Windmüller (32.) für den Drittligisten nachlegen. Für Trainer Peter war es draußen ein große Freude zu sehen, wie sich seine Jungs an die Taktik hielten, immer wieder gemeinsam verschoben und die Räume richtig eng machten. "Und wir haben auch immer wieder versucht, Fußball zu spielen." Auch in Drucksituationen wurden die Bälle nicht einfach nach vorne geschlagen. "Das war richtig gut", meinte der Coach.

Klar, dass nach vorne nicht allzu viel ging. Bernd Heinisch ist ja ein erfahrener Stürmer, aber gegen die hoch aufgeschossenen Gino Windmüller und Andreas Güntner in der Jahn-Abwehr stand er auf verlorenem Posten. "Es sind ja eigentlich immer alle Gegenspieler größer als ich", sagte der nicht allzu große Angreifer schmunzelnd und berichtete aus dem Stürmer-Leben: "Das war schon anstrengend da vorne.", Und doch hatte er Mitte der zweiten Hälfte die ganz große Chance. Spektakulär zog er aus 16 Metern ab, Jahn-Keeper Dominic Bergdorf ließ den Ball durchrutschen - doch das Leder ging auch am Tor vorbei. "Mann oh Mann, wenn der drin gewesen wäre", sinnierte Trainer Peter. Egal, der Kreisligist wehrte sich auch in Hälfte zwei nach Kräften, ließ nur noch die beiden Treffer des eingewechselten Daniel Steininger (56.) und des ansonsten oft genervten Aias Aosman (78.) zu. Dass der Syrer von Zweitligisten umworben wird, konnte er in Schwarzenfeld nicht nachweisen.

Die Kreisliga-Kicker ließen ihm keinen Raum und nahmen den Ballzauberer die Lust. Der Schwarzenfelder Abwehrchef Meßmann genoss dagegen jede Minute: "Wir hatten zwar in der Abwehr noch nie so viel Arbeit, aber ich denke, wir haben ein Bombenspiel abgeliefert."

Ein solches hatte Jahn Trainer Alexander Schmidt von seinem Team nicht gesehen. Nach der Niederlagenserie zuletzt in der 3. Liga habe er das auch nicht erwartet, sagte er nachher. "Es war wichtig, ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken und auch mal wieder ein Tor zu schießen." Natürlich ärgerte er sich, dass seine Jungs auch noch die ein oder andere Chance liegen ließen. Dem Gegner machte er ein großes Kompliment: "Die haben uns das Leben richtig schwer gemacht." Auch für ihn war es ein Spiel mit zwei Siegern.

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