Kreisverband geht für 2014 ein großes Ziel an - Delegiertenversammlung mit Vorstandswahl
CSU will unbedingt Landrat stellen

Den engeren Führungszirkel des CSU-Kreisverbandes bilden jetzt zusammen mit Vorsitzendem Alexander Flierl (von links) der designierte Landratskandidat Thomas Ebeling, Martina Englhardt-Kopf, Peter Wunder, Elisabeth Weidner, Albert Meierhofer, Michael Mieschala und Matthias Meier. Mit im Bild ist die CSU-Bezirksvorsitzende, Bayerns Europaministerin Emilia Müller (Dritte von rechts), zu sehen. Bild: Götz
Lokales
Schwarzenfeld
21.04.2013
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Die CSU hält einen Wechsel an der politischen Spitze des Landkreises für dringend notwendig. Diese Botschaft sandte der Kreisverband am Freitagabend bei seiner Delegiertenversammlung im Jugendheim aus. Aus der Neuwahl ging Alexander Flierl mit rund 95 Prozent der Stimmen wieder als Kreisvorsitzender hervor.

In der kommenden, zweijährigen Vorstandsperiode stehen vier Wahlen an: Landtags-/Bezirkstags-, Bundestags-, Kommunal- und Europawahlen. Dabei will der CSU-Kreisverband nach den Worten seines Vorsitzenden Alexander Flierl vor allem ein großes Ziel angehen: ab 2014 den Landrat stellen. Man brauche da jemanden, der befähigt ist, aufzuräumen und Misswirtschaft zu beenden, zugleich den Landkreis gut zu verwalten und zu gestalten. Flierl zeigte sich der festen Überzeugung, dass diese Voraussetzungen durch eine Person erfüllt sind: Deshalb habe er vorgeschlagen, den 37-jährigen Richter Thomas Ebeling (Maxhütte-Haidhof) zu nominieren. Er stehe beruflich in verantwortungsvoller Position, kenne die Menschen und die gesellschaftlichen Herausforderungen und bringe zudem politische Erfahrungen aus seiner Arbeit in der Jungen Union, als Gemeinderat und juristischer Berater der CSU-Landtagsfraktion mit. Nach fünf Regionalversammlungen bekam Ebeling dann erstmals die Gelegenheit, sich den Kreisdelegierten zu präsentieren (Bericht folgt).

Flierl: SPD lenkt ab

Bevor die Neuwahl der Vorstandschaft (grüner Kasten) unter der Regie der Versammlungsleiterin Dr. Susanne Plank erfolgte, gab der Kreisvorsitzende einen Rechenschaftsbericht ab. Alexander Flierl betonte, dass es der Union darum geht, alle Regionen des Landkreises gleichermaßen gut weiter zu entwickeln. Das gelte für Öffentlichen Personennahverkehr und Tourismus genauso wie für die Finanzpolitik, die den Kommunen Luft lassen müsse. Was die medizinische Versorgung anbetrifft, so werde es die CSU nicht zulassen, dass die SPD jetzt versuche, von eigenen Versäumnissen abzulenken und mit unwahren Behauptungen zu agieren. Als "ungehörig und unmöglich" bezeichnete er es, wie mit dem neuen Krankenhaus-Vertragspartner in der letzten Kreistagssitzung umgegangen worden ist. "Wer das Desaster verursacht hat, müsste eigentlich in Sack und Asche gehen, und darf nicht Andere kritisieren, die nach vorne schauen und eine Versorgung sicherstellen wollen", betonte er.

Auf Lärmschutz achten

Bei bundes- und landespolitischen Themen kam Flierl auch auf die anstehende Elektrifizierung der durch Wohngebiete führenden Bahnstrecke Hof-Regensburg zu sprechen. Die Akzeptanz des Projektes stehe und falle mit ausreichendem Lärmschutz. Genau darauf werde die CSU achten. Klare Vorstellungen verfolge die Partei auf Kreisebene auch zur Bahn-Anbindung an den Münchener Flughafen und an Prag. Flierl forderte abschließend seine Parteifreunde dazu auf, geschlossen in die Wahlkämpfe zu gehen. Diesen Appell richteten später auch die Bezirksvorsitzende Emilia Müller sowie die im Herbst ausscheidenden Landtagsabgeordneten Otto Zeitler und Philipp Graf von und zu Lerchenfeld an die Delegierten.

In der Aussprache ließ eine Wortmeldung aufhorchen. Sie kam vom Ex-Fraktionschef im Kreistag, Hans Fischer, (Artikel unten). (Angemerkt)
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