Kritische Stimme zur Personalpolitik der Landkreis-CSU
Die Frage des Weges

Lokales
Schwarzenfeld
22.04.2013
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Hans Fischer meldete sich in der CSU-Delegiertenversammlung (Bericht oben) zu Wort und wollte "was sagen, das nicht gesagt wurde". Als "altem Hasen" - wie sich der frühere Vorsitzende der Kreistagsfraktion selber bezeichnete - wolle es ihm nicht in den Kopf, wie die jüngsten Personalia des CSU-Kreisverbandes zustande kamen. Er fragte nach Beschlüssen, die besagen, warum bei der Landtags-Direktkandidatur auf Emilia Müller verzichtet wurde, warum der eigentlich "beste Landratskandidat" Alexander Flierl auf den Landtag "umgepolt" und stattdessen ein Überraschungsbewerber präsentiert wurde. Hinter allem sah Fischer den Abgeordneten Otto Zeitler als Drahtzieher.

"In 40 Jahren Parteizugehörigkeit war mir noch nie so mulmig und sonderbar zumute bei einer Kreisvorstandswahl wie heute", begründete er seinen Diskussionsbeitrag. Damit wolle er nicht die Unzufriedenheit über Personen sondern über den eingeschlagenen Weg zum Ausdruck bringen. Ihm gehe es nur darum, den parteipolitischen Erfolg zu sichern. "Und den wünsche ich vor allem dem Mutigsten unter allen, dem Landratskandidaten Thomas Ebeling", sagte er.
Kreisvorsitzender Alexander Flierl reagierte: Die Personalien seien im Kreisvorstand offen und ehrlich, aber ohne Vorabstimmungen besprochen worden. Die Auseinandersetzung mit Emilia Müller sei fair geführt worden, "ohne dass da Verletzungen oder Narben zurückgeblieben sind". Die Entscheidung traf schließlich die Basis, die gewählten Kreisvertreter. Flierl wollte die Nähe zu Otto Zeitler nicht leugnen, das sei aber alles Andere als schädlich. Er sei bereit und deshalb auch dazu angetreten, dessen Staffelstab in München zu übernehmen und weiterzutragen. Nach zwölf Jahren ehrenamtlicher Führung der CSU-Kreistagsfraktion habe er großes Interesse daran, Politik zum Beruf zu machen. Dazu habe es keiner "Umpolung" bedurft. Erklärtes Ziel bleibe es, durch Emilia Müller über die Oberpfalz-Liste ein zweites Mandat - wie früher zu Zeiten Deml/Zeitler - in den Kreis zu holen.

"Bei der Landratswahl brauchen wir den politischen Gegner nicht zu fürchten", meinte er. Egal, wer von der SPD kommt: Die CSU werde den Wahlkampf nicht scheuen. Die Bereitschaft dazu sei aus der Aufbruchsstimmung in den Regionalversammlungen mit Thomas Ebeling deutlich geworden. Mit dem Vorschlag sei er einem Auftrag des Kreisvorstandes nachgekommen. "Deine Meinungen sind nicht zutreffend", rundete er die Antwort an Fischer ab.
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