Pfarrvikar Dr. Bruno Kasongo Ndala verlässt den Markt und geht nach Mantel bei Weiden
Zum Abschied fließen die Tränen

Für die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat überreichten Michaela Lang und Angela Dausch einen Bildband sowie einen Gutschein.
Lokales
Schwarzenfeld
25.08.2014
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Nach drei Jahren Dienst als Pfarrvikar verlässt Dr. Bruno Kasongo Ndala die Pfarrei Schwarzenfeld, um nach Weisung der Diözese künftig im Norden der Oberpfalz, in der Pfarrei Mantel, seelsorgerisch zu wirken. Eine nahezu vollbesetzte Marienkirche und die große Zahl der Ministranten rund um den Altar ließen den Abschiedsgottesdienst zu einer außergewöhnlichen Eucharistiefeier werden - mit Pfarrer Heinrich Rosner als Hauptzelebranten und mit eindrucksvoller Gestaltung durch den Pfarrkirchenchor.

Das Evangelium als Wegweiser für alle Christen stellte der Pfarrherr in weiten Teilen seiner Predigt in den Mittelpunkt. "Für alles, was du in diesen drei Jahren mit uns geteilt hast, für den vielseitigen Dienst in der Gemeinschaft der Pfarrei" sagte Heinrich Rosner Dank und machte seinem Mitbruder Mut für das kommende Neue. Für die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat blickten Michaela Lang und Angela Dausch auf so manche Stationen seines dreijährigen Wirkens zurück, etwa der plötzlichen Übernahme der Pfarrei nach dem Tode von Pfarrer Jakob Dötsch. Sie überreichten einen Bildband sowie einen Gutschein "weniger für die Seele, als mehr für den leiblichen Genuss". Fröhlichkeit und die Gabe, seine Mitmenschen in vielerlei Hinsicht mit seinem Humor spontan anzustecken, schufen den Vikar Freunde und wohlwollende Begleiter. Nicht zuletzt führte die religiöse Ausstrahlung des promovierten Theologen zu einem fruchtbaren Miteinander innerhalb seiner "zweiten Heimat", wie er Schwarzenfeld bezeichnete.

Hatte Dr. Bruno, wie er kurz genannt wird, anfangs des Gottesdienstes noch seine Emotionen im Griff, überkam ihn angesichts des festlichen Rosenspaliers der Ministranten und herzlicher Abschiedsworte, doch spontan ein tränenreicher Gefühlsausbruch. "Ihr seid meine Familie, für euch bin ich zum Oberpfälzer geworden und ihr für mich zum Geschenk, das werde ich euch nie vergessen," dankte der sympathische Geistliche der Pfarrfamilie mit dem Pfarrer, den Mitbrüdern vom Kloster Miesberg und Pfarrerin Heidi Gentzwein.

"Ich bin hier auf tolerante Menschen gestoßen, bei denen Rasse und Herkunft keinerlei Rolle spielen," stellte der scheidende Pfarrvikar unter langanhaltendem Beifall im Gotteshaus dankbar fest. "Ruhe, Frieden und Einheit" wünschte er der Pfarrgemeinde, bevor bei einem Stehempfang, den der Pfarrgemeinderat vor der Kirche organisiert hatte, Bürgermeister Manfred Rodde noch einmal zusammenfasste: "Wir alle haben Sie ins Herz geschlossen."

Wie bereits zur Begrüßung vor drei Jahren, wünschte auch die Jugendblaskapelle dem musikalischen Priester zum Abschied mit Klängen aus Schwarzenfeld Glück für die Zukunft in seiner neuen Wirkungsstätte Mantel.
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