Rechnungsprüfungsausschuss bewertet sechs komplette Jahresrechnungen
Halbes Jahrzehnt im Schnelldurchlauf

Lokales
Schwarzenfeld
24.04.2013
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Einen Blick auf das Finanzgebaren der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, zu der auch Stulln und Schwarzach gehören, warf der Rechnungsprüfungsausschuss bei insgesamt 14 Treffen. Er betrachtete dabei die Jahre zwischen 2006 und 2011 und fand praktisch keine Beanstandungen. So wurde die Verwaltung von der Gemeinschaftsversammlung einstimmig entlastet.

Für den Schwarzenfelder Marktrat Karlheinz Dausch war nicht nachvollziehbar, wieso der Rechnungsprüfungsausschuss sechs komplette Jahresrechnungen hat zusammen kommen lassen, um sie dann 2012 und 2013 gesammelt zu prüfen.

Dass dieses Vorgehen nicht zu beanstanden sei versicherte ihm im Gegenzug der Stullner Bürgermeister Hans Prechtl, der ebenfalls der Gemeinschaftsversammlung angehört, die sich am Montag im Schwarzenfelder Rathaus traf.

Prechtl leitete auch die Abstimmung zur Entlastung der Verwaltung und vertrat so kurzfristig den Vorsitzenden der VG, den Schwarzenfelder Bürgermeister Manfred Rodde. Die Prüfung selbst hatte den Charakter einer "örtlichen Prüfung" - denn eine übergeordnete Stelle, also der Bayerische Kommunale Prüfungsverband, muss ebenfalls noch die Unterlagen begutachten.

Anstieg um 20 Prozent

Wie sich aus der Übersicht zu den Jahresrechnungen ergab, ist der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld seit 2006 Jahr für Jahr leicht gewachsen - von 2,181 Millionen Euro auf schließlich 2,607 Millionen Euro im Jahr 2012.
Kämmerer Georg Liebl wies bei der Abrechnung für das Jahr 2012 darauf hin,dass die Heizkosten für das Rathaus (3600 statt 25 000 Euro) und die Turn- und Schwimmhalle (4900 statt 60 000 Euro) nur deshalb so außergewöhnlich niedrig ausgefallen seien, weil der Energieversorger Abschlagszahlungen und Abrechnungen nicht vorgenommen habe. So müsse man heuer mit höheren Summen rechnen. Mehr zu bezahlen hatte die Verwaltungsgemeinschaft bei der Schule in Schwarzenfeld, deren Heizungsbetriebskosten 2012 mit 72 500 Euro zu Buche schlugen, und nicht mit 60 000 Euro, wie zuerst angenommen. Überschritten wurden auch die geplanten Kosten für den Unterhalt des Rathauses, und zwar um rund 7800 Euro. Was die Gemeinschaftsversammlung aber nachträglich genehmigte.
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