09.02.2004 - 00:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Sportangler kaufen neues Fischwasser an - Ein Jahr mit überdurchschnittlichen Fangergebnissen "Ein Verein mit vielen Perspektiven"

von Siegmund KochherrProfil

Die Fangliste von Hugo Hoffmann verdeutlichte: Die Mitglieder des Schwarzenfelder Sportanglervereins konnten sich im vergangenen Jahr über überdurchschnittliche Ergebnisse freuen.

Das Gesamtresultat liegt bei 6442,75 Kilogramm. Im Schnitt wurden von den Anglern 37,02 Kilogramm an Land gezogen. Der größte Teil des Fangs waren Karpfen mit 3158 Kilogramm, gefolgt von Brachsen mit 1626 Kilogramm.

Jugendleiter Bernhard Müller ist stolz auf seine Jungs. "Wir können gut mithalten und brauchen uns nicht hinten anzustellen" betonte er mit Blick auf das Fangergebnis von 585 Kilogramm. Müller bedauerte den Austritt von drei Junganglern. Er betreut zurzeit 45 Angler.

Heger und Pfleger

"Wir sind ein Verein mit vielen Perspektiven, aber auch mit Zielen, die nur gemeinsam erreicht werden können" meinte Vorsitzender Rudolf Lindner. " Wir sind nicht nur Angler, wir sind Heger und Pfleger des Wassers und der Uferstreifen". Hier galt sein Dank allen Aktiven. Um einige Höhepunkte des vergangenen Jahres noch einmal aufzuzeigen, erinnerte Lindner an das Anglerfest im Schlosspark mit Ehrungen verdienter Mitglieder und der Proklamation der Fischerkönige. Für dieses vier Tage dauernde Fest wäre es vonnöten, dass sich mehr Mitglieder bereit erklären, mitzuarbeiten.

Durch die große Hitze des vergangenen Sommers kippten viele Weihergewässer um. Ein Fischsterben in großem Ausmaß war die Folge. Zirka 15 Zentner Fische wurden tot aus dem Wasser geborgen. Der Schaden beläuft sich auf 4500 Euro, bedauerte Lindner.

Mühlgraben ausgebaggert

An der im Schlosspark angebrachten Fischtreppe wurde vom Angelverein eine große Fischreuse gesetzt. Über einen Zeitraum von fünf Wochen wurden jeden Tag Aufzeichnungen über die darin enthaltenen Fische gemacht. Dieses Ergebnis musste zum Fischereiverband nach München gemeldet werden.

Bei 62 Sitzungen, Arbeitseinsätzen und Gesprächen mit Behörden, Begehungen mit dem Wasserwirtschaftsamt, dem Landratsamt und dem Fischereiverband konnte so manches gesetzte Ziel umgesetzt werden. So wurde auch der Mühlgraben im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes ausgebaggert und als Fischereiwasser zur Verfügung gestellt.

Ein großes Problem stellt der Biber sowie der Kormoran für den Angler dar. Viele Bäume, die vom Biber angenagt sind, und im Wasser liegen müssten rasch entfernt werden, um keine Fäulnis aufkommen zu lassen. Auch der Mink ist für die Natur ein großes Problem. Er macht den Bodenbrütern die Nester leer.

Um einen Fischausgleich zu schaffen, wurden zirka 50 Zentner Fische in den verschiedenen Gewässern eingesetzt. Hinzu kamen noch 4000 Hechte und Zander.

Über den bevorstehenden Ankauf eines Weihers gab Roland Hintermeier eine detaillierte Aufstellung der Gesamtkosten und Finanzierung. Bei der Abstimmung von zirka 180 Anwesenden wurde dieses Vorhaben der Vorstandschaft einmütig unterstützt.

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