Wortgefecht nach Meier-Anfrage

Lokales
Schwarzenfeld
27.04.2013
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Dass ausgerechnet der letzte Tagesordnungspunkt der Marktratssitzung noch für derartigen Zündstoff sorgen wird, war nicht vorauszusehen. Unter "Anfragen" meldete sich ÜPW-Marktrat Josef Meier. Er sprach einen "völlig überteuerten Erwerb von Gewerbegrundstücken" durch die Kommune an und fragte Bürgermeister Manfred Rodde (CSU): "Ist es richtig, dass diese Mehrkosten ein Geschenk für Familienangehörige sein werden?" Hintergrund: Das Areal, das der Markt scheinbar kaufen will, gehört Verwandten des Bürgermeisters.

"Es ist völlig absurd, dass überteuerte Gewerbegrundstücke gekauft werden", entgegnete Rodde. Er dürfe als persönlich Betroffener an Beratung und Abstimmung über mögliche Preise auch überhaupt nicht mitwirken. Seine Stellvertreterin Sonja Laußer (CSU) fand schärfere Worte: "Vertragsverhandlungen, die im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden, an die Öffentlichkeit zu ziehen, ist unter der Würde dieses Gremiums", schrieb sie Meier ins Stammbuch (Grundstücksangelegenheiten werden grundsätzlich in nichtöffentlicher Sitzung behandelt; d. Red.). Außerdem entscheide über die Preise der Marktrat - und nicht eine Person, sagte Laußer, die angesichts des Vorstoßes des ÜPW-Marktrates schon einen Hauch von Wahlkampf spürte.

Dritter Bürgermeister Gerhard Peter erinnerte Meier an dessen Zeit als Bürgermeister: Damals sei von Meier beim Bau des betreuten Wohnens für Senioren versucht worden, höhere Preise zu erzielen.
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