09.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzenfeld

CSU-Ortsverband kommt zusammen Lärmschutz mit in der Planung

Dass in einer Partei ein in die Jahre gekommenes Mitglied stirbt, ist nichts Ungewöhnliches. Die Schwarzenfelder CSU hatte aber im letzten Jahr einen besonders herben Verlust zu tragen. Nicht nur, dass Boris Bodensteiner noch recht jung war, er war auch ein Hoffnungsträger des Ortsverbands. Hätte er es vielleicht sogar einmal zum Bürgermeister gebracht? Die Frage ist seit November 2017 irrelevant geworden.

Weil er der CSU seit 20 Jahren die Treue hält, wurde Robert Forster (Zweiter von links) mit einer Urkunde ausgezeichnet. Es gratulierten Bürgermeister Manfred Rodde, Marktrat Gerhard Peter und Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (von links). Bild: exb
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bei der Jahreshauptversammlung mit Delegiertenwahl am Donnerstag im Restaurant Miesberg war aus den genannten Gründen der übliche Punkt Totenehrung besonders bitter. Man erinnerte sich aber nicht nur in Ehren an Bodensteiner, sondern auch an Franz Böckl, der im Mai verschied.

Den Arbeitsbericht des Ortsvorstandes musste im Anschluss Roland Forster vortragen, da Vorsitzender Peter Irlbacher erkrankt war. Forster lenkte den Blick der Anwesenden zurück auf ein Jahr, dass politisch von der Bundestagswahl geprägt wurde und gesellschaftlich unter anderem vom Bürgerfest in Schwarzenfeld. Der CSU Ortsverband beteiligt sich traditionell mit einem Stand an dieser Großveranstaltung. "In der neuen Form mit dem Platz am Kreuz, in der Gruppe mit andere Vereinen, bewirteten wir die Gäste", erinnerte Forster und urteilte: "Es war wieder rundum ein gelungenes Fest. Wir waren am zweiten Tag nachmittags ausverkauft."

Für den Zeitraum August und September fand die Plakatierung für die Bundestagswahl statt. "Hier bedanke ich mich besonders bei der Jungen Union, die erst die Plakatierung übernommen hat, und den Helfern, die die Nachplakatierung und das Einsammeln erledigt haben."

Laut Vorsitzendem beträgt die Mitgliederzahl derzeit 80; 2 sind verstorben, es gab einen Austritt. Danach kam es zur Bildung eines Wahlausschusses für die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten in die besondere Kreisvertreterversammlung zur Europawahl. Delegierte sind Manfred Rodde, Peter Irlbacher, Gerhard Peter, Hermine Rodde, Roland Forster und Dominik Bösl. Ersatzdelegierte sind Michael Pamler, Wolfgang Prebeck, Kilian Mauderer, Wolfgang Schatz, Hubert Piehler und Rudolf Lindner.

Ehrungen

Bei den Ehrungen standen Ulrich Peter, der seit 1988 dabei ist, also 30 Jahre, und Roland Forster, der seit 20 Jahren mitmacht, im Mittelpunkt, sowie Josef Hanauer, der entschuldigt war und ebenfalls seit 20 Jahren dabei ist. Als Gastredner sprach Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier von der Bahntrasse. "Hier sind die Planungen voll im Gange," versicherte er, "auch die Lärmschutzmaßnahmen sind mit in der Planung". Auch der Diesel-Skandal wurde angesprochen, "da die derzeitige Hetze unbegründet ist". Hier solle aber auch die Autoindustrie mit in die Pflicht genommen werden, forderte der Abgeordnete.

Koalitionsverhandlungen wurden ebenfalls zum Thema gemacht. Für den Abgeordneten war klar: "Es ist wichtig, dass wir den Innenminister stellen. Er wird sich bewähren müssen in der Frage Asyl und Rückführung. Das Thema brennt den Menschen auf den Nägeln."

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