23.04.2018 - 12:54 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept verabschiedet Neue Richtung für den Markt

Der Marktrat hat das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept für Schwarzenfeld verabschiedet. Die Broschüre mit ihren 100 Seiten Analysen und Handlungsanregungen dürfe nun nicht in der Schublade verschwinden, heißt es in der Sitzung. Dort wird auch gleich eine erste konkrete Folgemaßnahme beschlossen.

100 Seiten umfasst die gedruckte Ausgabe des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für Schwarzenfeld, das den Räten bei der Sitzung vorlag und mit Interesse studiert wurde.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Stadtplaner Jens Gerhardt vom Leipziger Büro UMS, der den ISEK-Prozess das letzte Jahr über begleitete, leitete auch den abschließenden Moment von Planung und Beratung, der in der Sitzung des Marktrats über die Bühne ging. Er berichtete den Räten, dass es bereits eine Abstimmung mit der Abteilung Städtebauförderung der Regierung der Oberpfalz gegeben habe. Von dort brachte Gerhardt gute Nachrichten mit.

Positive Zeichen

Denn in Regensburg habe man sich gleich mit dem Gedanken angefreundet, "dass der Markt ein neues Kommunales Förderprogramm benötigt, das klüger und flexibler ist als das alte". Es stehen in diesem Zusammenhang 60 Prozent Förderung aus staatlichen Geldern im Raum. Sehr wichtig sei die Nachnutzung von Gebäuden in älteren Baugebieten, wobei man Bauherren bei entsprechenden Maßnahmen finanziell unterstützen sollte. Außerdem möchten sich die zuständigen Beamten in der Regierung sowohl das ehemalige Brauereiareal im Ortskern ansehen ("es gibt schon einen Termin dafür"), wie auch sich vor Ort mit dem Thema Bürgerbahnhof befassen.

Jens Gerhardt attestierte sich "ein tiefes Durchatmen nach dem Besuch bei der Regierung" und empfahl den Markträten und dem Rathaus, den Kontakt nach Regensburg unbedingt zu erhalten und die Regierung für Schwarzenfeld "zu erwärmen". Noch keine schlagende Idee gibt es laut Gerhardt beim Thema "Einkaufs-App für Gewerbetreibende". Den nächsten Schritt in diese Richtung müsse man zusammen mit dem Gewerbeverein gehen.

Bürgermeister Manfred Rodde, der einen Dank aussprach für "die vielen, die beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept für Schwarzenfeld mitgearbeitet haben", regte an, zur Förderung der Umnutzung oder Wiedernutzung bestehender Gebäude durch das Fachbüro UMS ein Kommunales Förderprogramm ausarbeiten zu lassen, "da die Verwaltung diese Leistung nicht erbringen kann". Das Honorar werde 20 bis 25 000 Euro betragen.

UMS erhält Auftrag

Für die Markträte ergriff Peter Neumeier (ÜPW) das Wort. Er freute sich, dass es "aus Regensburg positive Signale gegeben hat". Danach verabschiedete das Gremium einstimmig das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept als Grundlage für kommunale Entscheidungen des Marktes Schwarzenfeld für die kommenden eineinhalb Jahrzehnte. Auch die Beauftragung von UMS für die Ausarbeitung eines Kommunalen Förderprogramms erfolgte einstimmig.

Die restlichen Themen der Sitzung des Marktrats waren danach schnell abgehandelt. Als "generell im Voraus erteilt" gilt nach einer entsprechenden Abstimmung die Zustimmung des Markts, wenn die Feuerwehr Einsatzstellen und Veranstaltungen jeder Art sichert. Nichts dagagen hatten die Räte auch, dass die Fläche des Marktes auf Kosten des benachbarten Schmidgaden um 0,3 Hektar wächst. Das hat mit Erweiterung und Flächenbedarf für den Hochbehälter Westenberg zu tun. Gemeint ist der Trinkwasserbehälter am über 400 Meter hoch gelegenen Westenberg bei Frotzersricht.

Der Markt benötigt ein neues Kommunales Förderprogramm, das klüger und flexibler ist als das alte.Stadtplaner Jens Gerhardt

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