Jahresschluss-Sitzung von Marktrat und Verwaltung
Lob mit einem Hauch von Kritik

Politik
Schwarzenfeld
23.12.2016
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Manfred Roddes Bilanz fiel positiv aus. "Auf das Jahr 2016 dürfen wir zufrieden zurückblicken", versicherte er bei der Jahresabschluss-Sitzung von Marktrat und Verwaltungsspitze. Bevor sich die Teilnehmer ihrem Braten widmen durften, gab es einiges an Lob, aber auch dezente Kritik.

Natürlich spielten auch "das Leid und die vielen Tragödien in aller Welt" eine Rolle in Roddes Ansprache, die den Abend im Gasthaus Plank in Kögl eröffnete. Im Vergleich dazu würden die Schwarzenfelder Probleme geradezu als "Luxusprobleme" erscheinen, urteilte der Bürgermeister und erinnerte an die 13 öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des zu Ende gehenden Jahres. Zur Liste der dort abgearbeiteten Themen gehören als finanzträchtige Maßnahmen die geplante Generalsanierung der Schule, die bevorstehende Sanierung von Kanal und Wasserleitung in der Amberger Straße, die anlaufende Sanierung des Rathauses und die Beauftragung der Telekom für den Breitbandausbau.

Entwicklungsakzente

Akzente für die Entwicklung des Ortes setzen die Überarbeitungen des Bebauungsplans von Sportzentrum und Gewerbegebiet West, der demnächst fallende Startschuss für das Projekt eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) und die Gründung eines Jugendbeirats. Als wichtig zu vermelden war überdies die kürzlich erfolgte Neuberechnung von Abwassergebühr und -beitrag, die Einführung des Ratsinformationssystems im Internet, die neue, gedruckte "Bürgerinfo" und das Bereitstellen von W-Lan am Platz am Kreuz und im Rathaus.

Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass die Verwaltungsgemeinschaft die Verwaltung des Pretzabrucker Wasserverbands übernommen habe. "Die Entscheidung, diese große Aufgabe zu übernehmen, war nicht leicht", betonte Rodde, "sie war trotzdem erforderlich und forderte viele Bereiche des Rathauses". In diesem Zusammenhang machte er deutlich, "dass wir Schwarzenfelder meist tun, als ob alle Mitarbeiter im Rathaus nur für unsere Aufgaben da sind". In Wirklichkeit würden sie für drei Kommunen (Anm.: Schwarzenfeld, Stulln, Schwarzach), die Verwaltungsgemeinschaft, eine Stiftung und zwei Zweckverbände arbeiten.

In Richtung Markträte adressiert war der Hinweis, "dass es uns der derzeitige Ausfall unseres Geschäftsstellenleiters (Peter Hesl), die Einführung des neuen Bürgermeisters (Hans Gradl in Schwarzach) und andere personelle Änderungen nicht leichter machen". Das könne man vielleicht bei den Wortmeldungen zum Tagesordnungspunkt "Sonstiges, Anfragen, Bekanntgaben" am Ende der Ratssitzungen berücksichtigen. Er wisse, in den meisten Punkten solle der Bürgermeister erinnert werden, "aber vielleicht bedenken Sie auch, wie sich Mitarbeiter angesprochen fühlen". Ganz konkret wies er darauf hin, dass die in der letzten Sitzung angesprochene Musikanlage in der Mehrzweckhalle nicht "defekt" sei: "Ein Teil der Lautsprecher im Bühnenbereich ist zur Reparatur, wir warten auf die Ersatzteile."

Faires Klima

Da bei den meisten Tagesordnungspunkten im Marktrat Einstimmigkeit herrsche und ein angenehmes Klima sowie ein fairer Umgang die Regel seien, dankte der Bürgermeister den Räten "für ihren Einsatz und die Bereitschaft, sich mit den meist trockenen Verwaltungsthemen auseinander zu setzen". Sein Dank galt auch den Mitarbeitern der Verwaltung, des Bauhofs und des Kindergartens: "Sie alle bringen mit großem Einsatz eine super Leistung."
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