11.09.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Lanzinger weiter an der Spitze

Neben viel Lob für ihre Arbeit bekam Barbara Lanzinger auch eine satte Mehrheit: Mit 98 von 101 Stimmen wurde die Bundestagsabgeordnete bei der Bezirksversammlung der Frauen-Union im Amt der Vorsitzenden bestätigt.

Barbara Lanzinger (Vierte von links) wurde im Amt der Bezirksvorsitzenden der Frauen-Union bestätigt. Zu den Gratulanten gehörten auch Staatsministerin Emilia Müller (Zweite von links) und Landesvorsitzende Angelika Niebler (Fünfte von links). Bild: ral
von Richard AltmannProfil

Die ordentliche Bezirksversammlung der Frauen-Union (FU) Oberpfalz fand in diesem Jahr im Restaurant "Miesberg" in Schwarzenfeld statt. Aus allen zehn Kreisverbänden kamen die Delegierten nach Schwarzenfeld. Für den gastgebenden FU-Kreisverband Schwandorf hieß Kreisvorsitzende Marianne Forster die Frauen im Landkreis willkommen.

Die Landesvorsitzende der FU Bayern, Angelika Niebler, dankte der Bezirksvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger im Anschluss für ihre Arbeit. Sie sei in Berlin maßgeblich daran beteiligt gewesen, das Prostituiertengesetz zu reformieren und das neue Behindertenschutzgesetz zu verabschieden. Ein großes Thema sei für sie auch die Mütterrente. Niebler zitierte Barbara Lanzinger mit den Worten "Frauen von heute warten nicht auf Wunder - sie machen sie". Dieses Zitat beschreibe die Arbeit von Barbara Lanzinger sehr genau, betonte Niebler. Mit Astrid Freudenstein habe wieder eine Frau die Chance, die Nachfolge von Barbara Lanzinger im deutschen Bundestag anzutreten und die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Ein großes Lob der Landesvorsitzenden gab es auch für eine andere Frau aus der Oberpfalz: Staatsministerin Emilia Müller. Sie koordinierte in der Flüchtlingskrise die vielen freiwilligen Helfer. "So konnten die Flüchtlingsströme bewältigt werden", unterstrich die Rednerin. Müller setze sich für die sozialen Belange der Bürger in ganz Bayern ein. Niebler forderte anschließend alle auf, in den verbleibenden Tagen bis zur Bundestagswahl noch weiter zu kämpfen und sich nicht von Umfragen blenden zu lassen. Die Menschen müssten davon überzeugt werden, zur Wahl zu gehen und dabei ihr Kreuz bei der CSU zu machen. Die Unionsparteien hätten bewiesen, dass sie ihre Wahlversprechen halten.

Zweitgrößter Verband

Barbara Lanzinger dankte im Anschluss allen Frauen für ihre großartige Arbeit in den Orts- und Kreisverbänden. Hauptaufgaben des Bezirksverbandes seien die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Frauenverbänden sowie die Organisation von Veranstaltungen. Die finanzielle Förderung der Kreis- und Ortsverbände vonseiten des Bezirks sei sehr gut. Mit 4500 Mitgliedern ist der Bezirksverband Oberpfalz der zweitgrößte nach Oberbayern und die zweitgrößte Arbeitsgemeinschaft der CSU Oberpfalz.

Mitglieder werben

In den vergangenen beiden Jahren wurden laut Lanzinger 200 neue Mitglieder gewonnen. Dies dürfe aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die FU weiterhin vor allem junge Mitglieder brauche, denn die größte Gruppe bilden die Frauen zwischen 51 und 80 Jahren. Jede Frau erhielt deshalb den Auftrag, für die kommenden zwei Jahre vier neue Mitglieder zu werben. Die Frauen-Union fordere außerdem, dass Frauen bei der Vergabe von Direktmandaten mehr berücksichtigt werden. Die Direktkandidaten sollten künftig nicht mehr von Delegierten gewählt werden, sondern von allen Mitgliedern der Partei im Wahlkreis. Dazu werde die FU einen Antrag zum Landesparteitag einbringen, kündigte die Sprecherin an. Dies entspreche auch der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer nach mehr Basisdemokratie.

Staatsministerin Emilia Müller lobte die engagierte Arbeit ihrer Nachfolgerin im Bezirksvorsitz. "Barbara Lanzinger, setzt sich für die Belange der Frauen ein - und nicht nur das: Sie erkennt, wo die Probleme sind und packt diese an", unterstrich sie. Auch der CSU-Bezirksvorsitzende, Staatssekretär Albert Füracker, hob die gute Arbeit von Lanzinger hervor. Sie sei eine Frau der klaren Worte und spreche an, was sie bewegt. Füracker freute sich, mit ihr in den nächsten beiden Jahren zusammenzuarbeiten. Er lobte außerdem das Engagement und den Einsatz der Frauen-Union in der CSU. Sie sei eine starke Arbeitsgemeinschaft, die sich immer einbringe und maßgeblich zum Erfolg der CSU beitrage.

Ergebnis der Wahlen

Auf Barbara Lanzinger entfielen 98 Stimmen von 101 Delegierten. Ihre vier Stellvertreterinnen Sylvia Stierstorfer, Dr. Susanne Plank, Barbara Haimerl und Andrea Lang erhielten jeweils 99 Stimmen von 101. (ral)

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