MdB Alexander Flierl unterstützt Antrag auf Bejagung
Otter-Konflikt lösen

Politik
Schwarzenfeld
01.03.2018
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Schwarzenfeld/Schwandorf. Der Bestand des Fischotters nimmt in gesamt Ostbayern stark zu. So wird für das vergangene Jahr bayernweit mit mindestens 250 Anträgen auf Entschädigung und wirtschaftlichen Einbußen von bis zu einer Million Euro gerechnet, 2016 waren es noch 280 000 Euro. Insbesondere in der Oberpfalz beklagen die Teichwirte erhebliche Schäden, wie auf der Versammlung der Erzeuger (Tego) kürzlich zu Sprache kam.

Aufgrund dieser Entwicklung soll der im Juni 2013 vorgestellte Fischotter-Managementplan aktualisiert werden. Beratung, Prävention durch technische Maßnahmen und Entschädigungszahlungen wären nicht mehr ausreichend, eine Möglichkeit der Entnahme aus der Natur müsse geschaffen werden, so der Landtagsabgeordnete Alexander Flierl, der zusammen mit Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses einen entsprechenden Antrag initiiert hat. Flierl: "Bei Kormoran und Biber ist es in Bayern bereits gelungen, Konfliktpotenzial wirksam abzubauen, dies muss auch beim Fischotter möglich sein. Ohne eine Entnahme kommen wir nicht weiter, ansonsten steht zu befürchten, dass immer mehr Teichwirte aufgeben." Entnahme eine Bejagung dieses Fischräubers unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Teichwirtschaft in der Oberpfalz stellt ein prägendes Element der Kulturlandschaft dar. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung und der Erzeugung regionaler Lebensmittel, sind mit der Bewirtschaftung von Teichen vielfältige Gemeinwohlleistungen - wie Beiträge zum Hochwasserschutz und der Erhalt ökologisch wertvoller Gebiete - verbunden. "Einer sich andeutenden Einstellung der Bewirtschaftung der Teiche ist daher entgegenzuwirken", betont der Abgeordnete.
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