27.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzenfeld

Schule: Alles um ein Jahr später

"Das lange ersehnte Schreiben mit einer schönen Förderung ist eingegangen", freut sich Bürgermeister Manfred Rodde. Durch die lange Wartezeit auf die Förderzusage verschiebt sich bei der Schulsanierung aber die ursprüngliche Terminplanung rund um ein Jahr. Der Marktrat erfährt die neuen Bauzeiten.

Die Generalsanierung (4,4 Millionen Euro) und die Schaffung von Räumen für die offene und gebundene Mittagsbetreuung (3,966 Millionen Euro) der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld kann nun beginnen. Bezogen auf die Gesamtkosten von 8,366 Millionen Euro ergibt sich ein Fördersatz von 61 Prozent. Voraussichtlicher Baubeginn ist in der 23. Kalenderwoche (im Juni) des laufenden Jahres. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

Nach der Eröffnung galt ein besonderer Gruß dem neuen Schulleiter der Grund- und Mittelschule, Siegfried Seeliger. Nach der Ruhestandsversetzung von Rektor Helmut Schuster zum Schuljahresende obliegt dem neuen Chef ab 1. August die Verantwortung.

Der Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld und den Umbau zur Ganztagsschule mit Einbau einer Mensa wurde am 31. Mai 2017 bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg gestellt. Zwischenzeitlich sind mehrere Gespräche mit den zuständigen Abteilungen für das größte Vorhaben des Marktes in den nächsten Jahren geführt worden. Für die Generalsanierung sind als Gesamtkosten 4,4 Millionen Euro eingeplant. Zur Raumbeschaffung für die offene und gebundene Ganztagsbetreuung mit Einbau der Mensa werden weitere 3,966 Millionen Euro veranschlagt.

Mit Zuschuss zufrieden

Laut Schreiben der Regierung der Oberpfalz vom 7. Februar sind die zuwendungsfähigen Kosten für die Generalsanierung auf rund 4,23 Millionen Euro festgesetzt. Die zu erwartende Förderung In Höhe von 2,41 Millionen Euro entspricht rund 57 Prozent. Zur Realisierung der offenen und gebundenen Ganztagsbetreuung kann mit einer Förderung von 2,725 Millionen Euro (61 Prozent) ausgegangen werden. "Ich bin glücklich, dass der Bau beginnt", sagte Bürgermeister Manfred Rodde während der Sitzung.

In der September-Sitzung des Jahres 2017 erörterten die Markträte das neue "Kommunal-Investitionsprogramm Schulen (KIP-S)". Im Hinblick auf die eingeleiteten Vorhaben würde der Markt Schwarzenfeld die Voraussetzungen zur Bewerbung erfüllen. Sie müsste bis zum 27. April erfolgen. Beim "KIP-S" wird ein Fördersatz von 90 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Aber die auf den Weg gebrachten Baumaßnahmen würden sich nochmals um weitere Monate verzögern. Aber die Sanierung der Sporthalle könnte für dies Programm angemeldet werden.

Im Rahmen des ersten Kommunal-Investitionsprogramms für die Sanierung des Rathauses, so Rodde in seinen weiteren Darlegungen, erhielt der Markt Schwarzenfeld eine Förderung in Höhe von 1 030 400 Euro. Ob der Markt bei einer erneuten Bewerbung zum Zuge kommt, sei deshalb schon sehr fraglich, da für die ganze Oberpfalz begrenzte Fördermittel in Höhe von 43,6 Millionen zur Verfügung stehen.

Europaweit ausschreiben

Der Vorschlag, die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule sowie die Schaffung der Voraussetzungen für die offene und gebundene Ganztagsbetreuung mit Mensa komplett über die herkömmliche FAG-Förderung abzuwickeln und die vorliegenden Maßnahmenvereinbarungen zu genehmigen, erhielt vor diesem Hintergrund das einhellige Votum.

Auf der Basis des Förderbescheides der Regierung der Oberpfalz kann die Ausschreibung für die einzelnen Gewerke erfolgen. Da die Gesamtkosten den Schwellenwert von 5 548 000 Euro übersteigen, sind mindestens 80 Prozent des Leistungsumfangs europaweit - verbunden mit einem höheren Zeitaufwand - auszuschreiben. Neben der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt erfolgt auch ein Hinweis im Bayerischen Staatsanzeiger, in der Lokalpresse und auf der Homepage des Marktes, um die Firmen aus der Region auf die Ausschreibung hinzuweisen.

Drei Bauabschnitte

Die Sanierung der Volksschule soll in drei Stufen über die Bühne gehen. Der erste Bauabschnitt umfasst drei Pakete: 3, 3 Millionen Euro (circa 57 Prozent der Gesamtmaßnahme), 346 000 und 408 000 Euro. Der erste Block umfasst schon 17 Gewerke. In Absprache mit den Planern ist folgende zeitnahe Umsetzung vorgesehen: Bekanntmachung der Ausschreibung läuft seit 23. Februar, Angebotseröffnung am 10. und 11. April und Vergabe in der Sitzung des Marktrates am 2. Mai; Fertigstellung voraussichtlich bis zu den Pfingstferien 2019. Der zweite Bauabschnitt läuft dann von Juli 2019 bis Sommer 2020, der dritte Bauabschnitt (Außenanlagen) in 2021. Die Auslagerung der beiden Schulklassen nach Stulln und der Mittagsbetreuung verzögert sich dadurch jeweils um ein weiteres Jahr. (ohr)

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